123. ETVV Tagung in Basel

-Werner Schmidiger- "D's Basel am mim Rhy, joo do möchti sii."

Ohne zu wissen, ob die 3 Eidgenössischen Turnveteraninnen und 29 Turnveteranen der Gruppe Bern-Mittelland, diesen Wunsch einmal hatten, am Wochenende vom 13./14. Oktober 2018  m u s s t e n  sie in die Nordwestschweizer Metropole reisen, weil sie sich für die Teilnahme an der jährlichen Tagung angemeldet hatten. Und sie mussten es nicht bereuen, denn die Organisatoren der 123. ETVV-Tagung boten den rund 720 „älteren Semestern“ der Eidgenössischen Turnveteranen-Vereinigung perfekte zwei Tage.

Unter der Leitung des neuen Zentralpräsidenten Kurt Egloff wurden die Traktanden flüssig abgehandelt. Dazu gehörten die Informationen aus der sommerlichen Delegiertenversammlung (24.8.2018/Delémont), die Würdigung der 130 seit der letzten Tagung verstorbenen Veteranen und die feierliche Zeremonie der Insignienübergabe.

Neues Mitglied im Zentralvorstand

Eine von zwei Vakanzen im Zentralvorstand konnte mit Jürg Chrétien (Gruppe Baselland) beseitigt werden. Eine weitere Person für dieses gesamtschweizerische Gremium der Turnveteranen wird noch gesucht.

Ehrungen für Mittelländer Veteranen

Unter den 32 speziell Geehrten, denen das goldene Treueabzeichen übergeben wurde, waren auch drei Mitglieder unserer Gruppe. Walter Messerli (Spiegel, BTV), Willi Baumgartner (Zollikofen) und Peter Schaad (Seftigen/TV Gerzensee) verdienten sich diese spezielle Ehrung mit erreichtem 80. Altersjahr, jahrelangen Mitgliedschaften und regelmässigen Tagungsbesuchen. Das goldene Abzeichen ebenfalls erhalten wird aus dem gleichen Grund auch Paul Saner (Worb), der aus gesundheitlichen Gründen leider in Basel nicht dabei sein konnte. Der Schreibende wird ihm deshalb die Auszeichnung bei passender Gelegenheit später aushändigen. Zu den speziell Geehrten gehörte auch Roger Rufi (Zollikofen). Sein „Logenplatz“ in der ersten Reihe auf  der Bühne des Congress Centers bedeutete, dass er unter den 720 Anwesenden zu jenen 20 gehörte, die das neunzigste Altersjahr hinter sich haben. Nur fünf Turnkameraden aus anderen Kantonen waren älter als der 94 jährige, rüstige Rufi, der schon seit mehreren Jahren Träger der erwähnten Gold-Auszeichnung ist.

Schiff ahoi!

Um nebst der Tagung auch noch ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm geniessen zu können, hatten sich 19 Veteranen entschieden, bereits am Tag vor der Versammlung anzureisen. Eine gemütliche Kafferunde läutete die nächsten paar Stunden ein. Aber oho! Bereits früh musste der Reiseleiter einen ersten „Minuspunkt“ einheimsen. Er leistete sich nämlich den unverzeihlichen Fehler  , einen Turnkameraden anstatt an der wärmenden Sonne am Schatten warten zu lassen. Ironie der Geschichte. Als dann genau dieser Teilnehmer etwas später, nur im Hemd, eben ohne Veston, Gelegenheit hatte, sich ein paar Sonnenstrahlen zu gönnen, fotografierte er im Schatten!
Auf zwei „Rhyschiffli“ wussten in der Folge die beiden Kapitäne bei einer einstündigen Rundfahrt interessante Détails zur Rheinschifffahrt und zu Basel allgemein zu berichten. So wurde uns erzählt, dass die sogenannten „Lachsfallen“, die Holzgitter im Rhein, nahe des Ufers, mit denen zur Blütezeit des Lachsfangs die beliebte Delikatesse angelockt worden ist, heute nur noch einsame Zeugen aus dieser Epoche sind. Vorbei an zahlreichen historischen und modernen Gebäuden, griff der Kapitän auch mal zum Funk und begrüsste in holländischer Sprache eine Frau auf dem wartenden Flussfahrt-Passagierschiff. So war der Apéro auf den beiden kleinen Rheinbooten die perfekte Überleitung zum anschliessenden Pizza-Schmaus in einem Hafenrestaurant.

Tor der Schweiz zur Welt

Bei einer zweistündigen Führung war am Nachmittag viel Interessantes zur sogenannten "Verkehrsdrehscheibe Schweiz" zu hören und zu sehen. Hinter die Kulissen einer funktionierenden und zukunftsgerichteten Verkehrsinfrastruktur (Schiff-Bahn-Strasse) der Häfen und der Wasserstrasse  Basel-Rheinfelden zu schauen, war eindrücklich. So wissen wir nun nach einem Kurzreferat mit Power Point Präsentation, dass 2017 rund 5,8 Millionen Tonnen Güter ein- und ausgeführt worden sind. 45% davon waren Erdöl und Mineralölerzeugnisse, je rund 15% entfielen auf Steine, Erden, Baustoffe, Nahrungs-, Futtermittel und Agrarprodukte und der Rest auf übrige Güter aus der Eisen-, Stahl-/Metallbranche und der Chemie. Viele Sehenswürdigkeiten und Modelle konnten im Museum bestaunt werden und auch am Simulator für die Seeschifffahrt war viel Wissenswertes zu vernehmen.

Mit einer wunderbaren Rundsicht vom 53 Meter hohen Bernoulli-Siloturm wurden wir auch noch belohnt. “Super, jetzt haben wir heute doch noch eine Aufstiegschance“, meinte ein bestens gelaunter Turnveteran beim Betreten des Liftes….nachdem zuerst 41 Treppenstufen zu bewältigen waren.

Unfreiwillige Stadtrundfahrt

Wenn der Reiseleiter einem Turnkameraden nicht präzis genug den direkten Weg zum Hotel erklärt, kann dies zu einer fast endlosen Stadtrundfahrt führen. Kurz vor dem Höhepunkt der nervlichen Belastung wandte sich der betroffene Veteran hoffnungsvoll an einen "Trämliführer" der städtischen Verkehrsbetriebe Basel. Dessen Antwort auf die Frage, wo denn das Tram Nr. 15 abfahre, schlug dem Fass den Boden beziehungsweise dem Kameraden den Nuggi raus: "Do miessed er en anderefroge, i bi für d’Linie 10 zueständig". Zur Beruhigung: Beim abendlichen Apéro im Congress Center waren wieder alle beisammen.

Tolles Abendrogramm

Nebst einem feinen Abendessen trumpften die Organisatoren auch mit einem abwechslungsreichen Unterhaltungsprogramm auf. Mit schönen Seemannsliedern wussten 14 Sänger und 2 Handharmonika-Spielerinnen des Schweizerischen Seemannschors "Störtebekers" das Publikum ebenso zu begeistern wie die turnerischen Darbietungen verschiedener Vereine und Gruppen. Bodenturnen, Rhythmische Gymnastik mit verschiedenen Handgeräten, Power-Frauen-Dancing und eine mit UV-Effekt gestaltete Darbietung "brasilianischer Hühner" zu Samba-Klängen. Alles war "eingebettet" in die verschiedenen Gänge des Banketts.

Fazit: Ob ein oder zwei Tage in Basel, die Tagung hat gezeigt, dass sich die Reise ans Rheinknie gelohnt hat und der zu Beginn des Berichtes erwähnte Liederbeginn wohl auch in etwa stimmt.

Fotos von Andreas Lehmann und Werner Schmidiger

 

"Naturpark Chasseral" und noch viel mehr (12.9.2018)

-Werner Schmidiger- 3 Turnveteraninnen, 26 Turnveteranen und 16 Angehörige machten sich am 12. September 2018 bei wolkenlosem Himmel auf den Weg zum alljährlichen Tagesausflug, heuer in die "Franches Montagnes". Sicher geführt im roten Car der Firma Hirsbrunner AG, Worb, durften die 45 Reisenden an diesem "stresslosen Tag" (Zitat Gruppen-Präsident) so Einiges erfahren (……und degustieren).

Von Störchen empfangen

Nach dreiviertel Stunden Fahrzeit wurde die Gruppe in Altreu "begrüsst". Als wären sie vom Organisator bestellt gewesen, standen einige Störche in der Umgebung des Restaurants "Zum grünen Aff" stramm "Spalier". Sie wachten darüber, dass die Reisegruppe nicht nur Kaffee und Gipfeli geniessen konnte, sondern nach einem kurzen Augenschein an der ruhig daher fliessenden  Aare wieder pünktlich in den Car stiegen….wenngleich letzteres ein paar wenigen Veteranen wegen eines extravaganten, parkierten Vehikels (Foto) eher Mühe bereitete!

10 Millionen Liter Mich, "rote Haare" und "Russen-Käse"

Zahlreiche Gemeinden in der Region "Naturpark Chasseral" wurden anschliessend durchfahren und dabei kamen die unterschiedlichen Landschaftselemente zum Vorschein  (Moore, Felsen, gut unterhaltene Wytweiden). Wie sehr hier die Landwirtschaft und die Industrie nahe beisammen liegen, war recht gut sichtbar. So führte der Weg nebst wunderbaren Weiden auch an verschiedenen bekannten Firmen vorbei (Camille Bloch in Courtelary, Longines in Saint-Imier). Bevor aber das nächste Ziel angesteuert wurde, nervte sich Chauffeur Alfred (Fredu) Iseli noch über völlig unnötige Verkehrsberuhigungs-Schikanen und sein Navigationsgerät, das ihn in eine Sackgasse leiten wollte. Die Firma Spielhofer SA wurde trotzdem pünktlich erreicht. "Sämi", ein Deutschschweizer Lebensmittelspezialist, leitete die interessante Führung kompetent und mit jugendlichem Elan mittels Film zur Geschichte und zum Produktionsverfahren des bekannten "Tête de Moine" ein. Kurze Zeit später verwandelte sich die Gruppe in hygienisch einwandfrei gekleidete Besucherinnen und Besucher. Dazu war etwa zu hören: "Was haben die denn hier für einen Coiffeur, der offenbar die Haare nur rot färben kann?. In zwei Gruppen aufgeteilt durfte nun Einsicht in die Arbeitsweise der Herstellung und Lagerung genommen werden. Aufgefallen ist, dass trotz hochstehender und moderner Technik noch viel Handarbeit verrichtet werden muss. Bei den Erklärungen im Käsekeller verkündete der Führer plötzlich: "Das ist unser billigster Mitarbeiter". Gemeint hat er den Roboter, der jeweils seinen Teil dazu beiträgt, dass die rund 120‘000 gelagerten, kleinen Kostbarkeiten im richtigen Zeitpunkt korrekt behandelt und gedreht werden. Ein wichtiges und nicht überall bekanntes Détail: 18 Stunden nach dem Melken muss die Milch verarbeitet sein!
Einige Fakten in Stichworten: 35 jährige Firmentradition, 45 – 90 Mitarbeitende (je nach Saison), Verarbeitung von 10 Millionen Liter Frischmilch pro Jahr, Verkauf von 1,2 Millionen Stück pro Jahr in 65 Länder weltweit, 80 % Export-Anteil.
Selbstverständlich gehörte auch eine Dégustation der verschiedenen Käsesorten zum Besuch bei der Spielhofer SA. Auch etwas Weisswein durfte nicht fehlen und als gesangliche Untermalung gab Roberto Bonetti eines seiner bekannten Lieder zum besten. Leider konnte  e i n e  Tête de Moine-Sorte nicht gekostet werden. Jene mit der schwarzen Verpackung und offenbar ziemlich rezentem Inhalt sei zur Zeit nicht verfügbar, musste "Sämi" verkünden. Vielleicht haben ja die Russen dazu beigetragen, denn in dieses Land könne davon jeweils kaum genug geliefert werden.

Grösster Moorteich der Schweiz - ein Bijou!

Angereichert mit mehr oder weniger "Degustationsmaterial" und einigen Einkaufstaschen setzte die Gruppe zum zweiten Teil des Ausfluges an. Im Restaurant "Le Relais du Peupé" in Le Peu-Péquignot (nahe Le Noirmont) wartete ein feines Mittagessen auf hungrige Mäuler und auch für intensiven Gedankenaustausch blieb genügend Zeit. Nach kurzer Fahrt hielt der Car anschliessend vor einer bewaldeten Mulde auf dem Hochplateau der Freiberge (Kanton Jura) zwischen Saignelégier und Tramelan. Wer konnte und wollte durfte dann nach kurzem Fussmarsch die Schönheiten des heutigen Naturschutzgebietes rund um den "Etang de la Gruère" geniessen. Viele Stege und Brücken sorgen beim 600 Meter langen, grössten Moorteich der Schweiz für die nötige Sicherheit beim Durchqueren und die braune Farbe des Wassers stammt vom Umwandlungsprozess der Vegetationsreste in Torf. Ganz in der Nähe dieser wunderbaren Landschaft ging der Tagesausflug im Garten des Restaurants "Auberge de la Couronne" mit einem Schlusstrunk (oder feinem Dessert) langsam dem Ende entgegen.

Dankesbotschaften

Offenbar trafen die Organisatoren den Geschmack der Reisegesellschaft. Es gibt wohl kaum etwas schöneres als ein MERCI mit Gesang, in Wort oder Schrift?  Roberto schmetterte nach Dankesworten im genannten Garten "La Montanara" unter die Schatten spendenden Bäume und die mündlichen und schriftlichen Reaktionen nach der sicheren Heimfahrt motivieren den Vorstand, auch nächstes Jahr eine tolle Reise auf die Beine zu stellen. Wir freuen uns!

Fotos: Andreas Lehmann

4. Delegiertenversammlung der ETVV in Delémont (24.8.2018)

-Werner Schmidiger- Weil die diesjährige Delegiertenversammlung der ETVV für unsere Gruppe eine etwas spezielle war, nachstehend kurz die wichtigsten Ereignisse:

  • von den 31 Gruppen fehlte nur Thurgau
  • 60 Anwesende, 36 Stimmberechtigte

Ehre für uns!

Wir werden die Ehre haben, die ETVV-Jubiläums-Tagung (125 Jahre) 2020 zu organisieren. Wie zu erwarten war, kam es zu keiner „Kampfwahl“. Unsere Bewerbung (durch den Schreibenden kurz vorgestellt) wurde einstimmig genehmigt. Weil wir beabsichtigen, die Tagung (Samstag, 10. und Sonntag 11.10.) in  T h u n  durchzuführen, war es für uns selbstverständlich, vorgängig die Vorstandskollegen der Gruppe Berner Oberland zur Mithilfe im OK und am Anlass anzufragen. Erfreulicherweise erhielten wir dazu die Zusage aus dem Oberland. Im September/Oktober 2018 werden verschiedene Gespräche geführt und gemeinsam wird anschliessend das OK gebildet, die Chargen werden dann bestimmt und verteilt. Wir freuen uns darauf, in zwei Jahren mehreren hundert Eidgenössischen Turnveteranen aus der ganzen Schweiz ein schönes und unvergessliches Wochenende in Thun bieten zu können.

Beitragserhöhung ab 2020

Seit einiger Zeit wurden immer wieder Diskussionen geführt, wie die Kosten solcher ETVV-Tagungen für die einzelnen Veteranen merklich gesenkt werden könnten, um damit dem Teilnehmerschwund der letzten Jahre entgegenzuwirken. Ziel: Preis der Tagungskarten deutlich reduzieren.
Einerseits wurde nun beschlossen, auf die gedruckte Form des sogenannten Tagungsberichtes inskünftig zu verzichten (neu als PDF auf der Homepage. Allfällige Sponsoren der Tagung sollen dort und im Teilnehmerverzeichnis (in bisheriger Form) erwähnt werden.
Andererseits lagen an der DV verschiedene Anträge zur Beitragserhöhung ab 2019 oder 2020 vor (befristet zur Finanzierung des Jubiläums oder unbefristet). Nach etlichen Voten pro und contra und einem etwas unklaren und umstrittenen Verlauf von geplanten Abstimmungen obsiegte schliesslich der Antrag des ZV mit 22 Ja- gegenüber 9 Nein-Stimmen. Demnach wird der Mitgliederbeitrag ab 2020 um CHF 5.—erhöht werden.  Damit sollen in Zukunft die Infrastrukturkosten (Saalmiete, Technik, Dekoration etc.) von der ETVV übernommen werden und mit dem Mehrertrag soll sich die Höhe des Tagungskartenpreises senken lassen (solidarischer Beitrag aller Mitglieder an die Kosten der Teilnehmenden).

Ersatzwahlen

  • Neues Mitglied im ZV: Jürg Chrétien (Gruppe Baselland). Nachwievor Vakanz für das Ressort „Etat“ für den vor der DV zurückgetretenen Felix Peter. Kandidaturen sind erwünscht.
  • Neues GPK-Mitglied: Bruno Gysel (Gruppe Schaffhausen) für den ausscheidenden Ruedi Jakober.

Neue Gruppen-Präsidenten vorgestellt

In verschiedenen Gruppen änderten  per 2018 die Präsidien. Wie Ihr wisst, auch bei uns. Walter Messerli übergab bekanntlich im März dem Schreibenden den Vorsitz der Gruppe Bern Mittelland. Abtretende und neue Präsidenten durften ein süsses Geschenk entgegennehmen und vor den Fahnen des Organisators (groupe jura Bernois et jura) für den Hoffotografen posieren (Bild nachfolgend).

ETVV Gruppen Präsidenten

Tageswanderung Engelberg - Brunnisalp (Goldys)

-Ilse Weyeneth- E chli früeh, am viertu vor achti, hei mir üs am Bahnhof troffe. Es si 14 Goldys gsi, wo sich di Wanderig nid hei wöue la entgah.Wi bi der SBB üeblech, hei mir als Gruppe bis z’hinderscht vom Zug müesse schuene, um i dä für üs reservierte Wage iizschtige u Richtig Luzärn z’fahre. Alli si gueter Luune gsi; es isch sunnigs u warms Wätter vorus gseit gsi. Nachdäm dass es em Lutsprächer gheisse het, sie danke fürds Verständnis für d’Verspätig, si mir im Sackbahnhof vo Luzärn wider losgschuenet uf d’Zentralbahn Richtig Ängubärg. Uf däre Strecki het d’Reservation vo dr Margrit nume bedingt gnützt. Es isch eifach e Wage für Gsellschafte agschribe gsi. Da heimer üs haut e chli müesse wehre gäge di grossi Mängi vo Asiate wo ufem Wäg zum Titlis gsi si. Aber schlussändlech heimer alli es Plätzli gfunde u hei chönne d’Fahrt gniesse a de Blueme u Matte verbi, wo si flissig am Heue gsi si.

Ds Ängubärg hei mir üs zersch mit emene Gaffee im Kaufkaffeelade vis-à-vis vom Bahnhof müesse aklimatisiere. Dr  Bus het  üs  nachhär  zur  Talstation vo dr Schwäbebahn uf d‘Brunnisalpgfüert.  Obe-n-acho  hei  mir  üs  trennt. D’Elisabeth,d’Ursula uigsiwiter mit em Sässelilift zum Härzlisee gfahre. Di andere si dr steil Wäg z’düruf gloffe. Ds Personal vom Sässellift isch sehr zuvorkommend gsi u het der Lift aghaute, damit di 3 Grazie hei chönne i u usstige. D’Elisabeth u ig si no chli z’düruf gloffe u hei di schöne Bärgmatte bewunderet u d’Ussicht gnosse. E paar Gleitschirmflüger hei ou vo däm schöne Wätter u Wind profitiertu si über ds Gländ gleitet. D’Ursula het inzwüsche Tische u Bänk reserviert u em ganze Betrieb vo de Schuelklasse zuegluegt. Me het chönne i de Felse chlättere, es Füürli mache zum Picnic oder übere Kitzelpfad ume Härzlisee loufe. Das Barfuesserläbnis uf em Kitzelpfad hei sich natürlech ou es paari vo üs nid wöue la entgah u hei nach em Picnic, inklusive Glace zum Dessert, d’Schueh und Socke  abzoge u  di  10  Poschte,  wie-n-es  im  Prospäkt  gstande-n-isch, under d’Füess gno. Das isch sicher es speziells Erläbnis gsi.

Dermit isch Zyt vergange u mir hei müesse ufbräche u wider Richtig Tal ga. Ig bi de mit de Wanderer am gäbige Wäg nache u d’Ursula het de Unterstützig vo dr Theres übercho für mit em Sässellift wider zur Bärgstation Brunni z’fahre. Es isch gäbig gange zum Wandere, immer hets wider es Lüftli gha oder d’Sunne het sich churz hindere Wulke versteckt, so dass me nid z’starch i ds Schwitze cho isch. Es sige ja gemäss Überliferige Ängle, wo i Form vo Wulke über und um d’Bärge striche!

Dr Zytplan het üs erloubt ds Ängubärg no einisch i ds gliche Gaffeehus wie am Morge, mit dr üsserscht fründliche Särvierttochter, z’ga u no je nach Luscht dr Durscht z’lösche. Uf em Heiwäg hets, immer vo dr Margrit bschtellt, die entsprächende reservierte Plätz gha. Natürlech isch flissig brichtet worde u scho gli hei mir z’Luzärn wider zügig dr Zug gwächslet u si no di letschti Etappe mit dr SBB gfahre. Öppe am Sibni si mir ds Bärn acho, umene gfreute Tag richer. Dr Margrit möchte mir viu mau danke für di gueti Organisation u dr prima Wätterreservation bim Petrusl.

Turnen und Festen = Turnfest!

Mittelländisches Turnfest 8.-10.6.2018 in Münchenbuchsee

Bei grandioser Stimmung ging am Sonntag, 10. Juni 2018 in Münchenbuchsee das Mittelländische Turnfest mit den Schlussvorführungen bei tollem Wetter zu Ende. An den beiden Vortagen kämpften rund 4500 Turnerinnen und Turner aus 175 Vereinen und 13 Kantonen in Einzel- und Vereinswettkämpfen um gute Klassierungen. Die Anlagen wurden entsprechend den Möglichkeiten und  Rahmenbedingungen  tadellos hergerichtet und geschätzt. Einzig die 100-Meter-Bahn, die auch für die Pendelstafette genutzt werden musste, bereitete etwas Sorgen (Unebenheiten, Gefälle). Diese Widrigkeit wurde aber bei der Notengebung berücksichtigt.


Wie es sich an Turnfesten gehört, wurde auch das gemütliche Beisammensein ausgiebig gepflegt. Eine kreative, farbenfrohe „Zeltstadt“ trug ebenso dazu bei wie die vielen Sound-Mobiles, die teilweise von weit her angeschleppt worden sind. Die Festarena platzte zeitweise fast aus allen Nähten und fröhlich aber friedlich wurden die Erfolge und das besondere „Feeling“ eines „Turnfestes auf dem Lande“ gefeiert.

Münzknappheit? Kein Problem!

Weder der Regen am ersten Wettkampftag (Freitag) noch das plötzlich knapp werdende „Münz“ in der Festwirtschaft konnten die gute Stimmung beeinträchtigen. Ein Beispiel zeigt stellvertretend für Vieles, wie sehr sich die Helferinnen und Helfer ins Zeug legten, um  Unvorhergesehenes zu meistern. Eine Familie des einheimischen Turnvereins zertrümmerte zu Hause spontan ihr Sparschwein und half damit zu später Stunde, das Kleingeldproblem zu lösen. Selbstverständlich wurde der Betrag in Noten sofort rückerstattet.

Riesenleistung - Grosser Dank!

Das OK mit allen rund 800 Helferinnen und Helfern und zusätzlich mit 26 Personen, die vom TBM rekrutiert wurden, vollbrachten mit Solidarität und Leidenschaft tolle Leistungen und heimsten dafür viel Lob ein. Fazit des OK-Präsidenten: „Rundum zufrieden und viele positive Rückmeldungen von Turnenden und Gästen“, meinte Markus Jordi kurz und bündig. Er vergass nicht, den Landwirten, den Sponsoren, dem TBM, den helfenden Vereinen und Behörden sowie allen übrigen Personen der Gemeinden Diemerswil und Münchenbuchsee für die tolle Unterstützung in allen Facetten herzlich zu danken: „Ohne dies wäre ein solcher Grossanlass nicht zu bewältigen, meinte Jordi am Sonntagabend.

Zusammenarbeit OK-Verband mit neuer Ausrichtung klappte sehr gut

Mit der sogenannten Co-Gesamtwettkampfleitung, durch Thomas Eichenberger seitens des TBM und Erich Hofmann, seitens OK, erfuhr die Organisation des Wettkampfablaufs eine neue Ausrichtung (Konzeptanpassung), die sich offensichtlich bewährte, wie beide übereinstimmend erklärten: „Die frühe, enge und direkte Zusammenarbeit war zu Beginn für alle Betroffenen neu, aber sehr wertvoll“. Hofmann strich zudem noch hervor, dass es auf diese Weise auch für kleinere Vereinen inskünftig einfacher und dadurch möglich sein sollte, einen solchen Grossanlass durchzuführen (….sofern die nötigen Anlagen vorhanden sind). Der frühere Oberturner des TVM (1998-2000), für den eine solche Funktion in dieser Grössenordnung neu war, schilderte sein Engagement wie folgt: „Extrem interessant und ich bin gespannt, wie die Entwicklung weiter geht“. Eichenberger  betonte, dass er die Zusammenarbeit mit dem ganzen OK als sehr angenehm empfunden und, wie er auch noch sagte „viele neue Freunde gefunden“ habe. So darf das flotte Tänzchen mit seiner Ehefrau in den Schnitzelresten rund um die „Stärne-Bar“ durchaus als willkommenes „Loslassen“ von unzähligen Arbeitsstunden und tollen Abschluss dieses „Turnfestes auf dem Lande“, gedeutet werden. Übrigens: Auch Barbara Eichenberger, die umsichtige Chefin der Meldestelle und des Rechnungsbüros, dürfte froh gewesen sein, dabei die müden Beine nach drei anstrengenden Tagen etwas auszuschütteln – oder nicht?

Und was meinte der Verbandspräsident zu „seinem“ Fest

Ich empfand das Fest als sehr gut und bin entsprechend zufrieden. Im Vorfeld hatte ich keine eigentlichen Aufgaben zu erledigen, am Fest selber war meine Mithilfe bei der Meldestelle und im Rechnungsbüro gefragt und dabei staunte ich, welch grosse und anstrengende Arbeit auch in diesen Sparten geleistet werden musste“, blickte TBM-Präsident Daniel Röthlisberger zurück.

"Materialschlacht" zum Zweiten

Und was man gerne vergisst, sobald ein Turnfest dieser Grösse zu Ende ist: Für die  Helferinnen und Helfer gilt es Zelte zu räumen und abzubauen, die „Spuren“ zu beseitigen und die riesigen Mengen von Material wieder dorthin zu bringen, wo sie in den  Wochen vor dem Anlass nach und nach hergekommen sind. Eine  „Materialschlacht“ schlechthin, die wieder viele Schweisstropfen, schmutzige Kleider, Schuhe und Hände zur Folge gehabt hat.

Aber: Wer sich dabei an die vielen schönen Stunden von „Buchsi 18“ erinnert hat, dem ist es nicht schwer gefallen, auch diese Einsätze mit Herzblut zu leisten.

Eben: „Äs het halt eifach gfägt!“

Verfasser: Werner Schmidiger, Medienverantwortlicher MTF 2018

Weitere Fotos auf der Homepage des MTF2018

Halbtagesausflug der ETVV Bern-Mittelland "Galgen-Tschugger-Polizei"

Sicherheit einst und jetzt – Besuch im Dorfmuseum Konolfingen am 23.5.2018

-Werner Schmidiger- 47 Eidgenössische Turnveteraninnen und Turnveteranen der Gruppe Bern-Mittelland sowie deren Verwandte oder Gäste - eine sehr hohe Zahl -  fühlten sich offensichtlich vom spannenden Thema (siehe Titel!) angesprochen und wollten sich die interessante Führung in Konolfingen nicht entgehen lassen. Und so viel gleich vorweg: Im Flyer, der uns im Vorfeld den Besuch des Dorfmuseums „alter Bären“ schmackhaft machte, wurde nicht zu viel versprochen!

Turnveteranen als kompetente Führer

Die drei Führer verstanden es ausgezeichnet, uns viele interessante Détails in den zahlreichen, liebevoll eingerichteten, Zimmern zu vermitteln. Und wir hatten ja fast ein „turnveteranisches Heimspiel“, waren doch mit Andreas Maurer und Willi Blaser gleich zwei davon Mitglieder unserer Gruppe. Die beiden sind  übrigens als Vorstandsmitglieder des Vereins „alter Bären“ massgebend am Erfolg des weit herum bekannten Dorfmuseums beteiligt, Andreas als Präsident und Willi, zuständig für Medien und Werbung. Vielen herzlichen Dank! Der Umstand, dass es den Rahmen dieses Berichtes sprengen würde, wenn  man alle gesehenen Museums-Zimmer und /-Gegenstände näher beschreiben möchte, zeigt auf, wie umfangreich die Sammlungen sind. Deshalb in der Folge nur ein paar wenige Müsterchen, teilweise gar zum Schmunzeln. Bei der zur Zeit laufenden Sonderausstellung „Galgen-Tschugger-Polizei“ liegt auf der Hand, dass das Wesen, Wirken und die Entwicklung der Polizeiarbeit einen grossen Stellenwert einnehmen. Was hätte wohl der „Galgenhubel“ alles zu erzählen, wurden dort doch zum Tod Verurteilte gehängt und, kaum zu glauben, noch tagelang am Strang hängen gelassen. Damit wollte man offenbar die Menschen vor Untaten abschrecken! In der früheren Gaststube des „alten Bären“ wurde uns aufgezeigt, wie sich die Aufgaben, die Ausrüstung und die Erwartungen an die Polizei im Laufe der Jahrhunderte gewandelt haben. Viele Sachen treffen wir heute noch an….wenngleich auch etwas anders. Im Jahr 1804 erhielten die damaligen „Landjäger“ in Sachen Bewaffnung pro Jahr ½ Pfund Pulver und gleichviel grobes Schrot. Das Pulver an sich ist verschwunden, Schrot gibt es  -  als Gummischrot -  heute noch. Ausschreitungen und Demonstrationen lassen grüssen. Und sogenannte Fussfesseln (im heutigen Strafvollzug) als Erfindung der Neuzeit zu bezeichnen, wäre auch falsch, denn die Geschichte von Hudi Eiseli beweist dies. Der arme Kerl kam damals wegen einer Straftat ans „Tütschi“, das heisst, es wurde ihm ein schwerer Holzklotz an das Bein gekettet. Zur Herkunft des 1936 vom Berner Polizeidirektor als Schimpfwort bezeichneten „Tschugger“ gibt es unterschiedliche Erklärungen. Stammt es vom hebräischen chockar (erspähen) oder – eher – von Tschugg, (frühere Polizisten stammten aus dieser Ortschaft im Seeland)?  Und wen bezeichnen wir heute als „Schlitzohr“? Auch zu diesem Wort hört man im Museum in Konolfingen eine mögliche Herkunftserklärung. Damit früher die sogenannten oft gleichenorts wieder auftauchenden Landstreicher bei ihren Taten im Wiederholungsfall sofort zu erkennen waren, wurden ihnen die Ohren aufgeschlitzt. Kann man sich in der heutigen Zeit so etwas vorstellen…..? 

Erinnerungen an Grossmutters Zeiten

waren im Wäsche-/Nähzimmer zu bewundern und dabei dürften die Augen einiger Besucher – vor allem Besucherinnen – doch etwas geleuchtet haben. Wie gestaltete sich die Hausarbeit vor 100 und mehr Jahren? Waschen und Glätten als Knochenarbeit. Die Zeit ohne Kunstfasern und das Entstehen der Seifenfabrik in Stalden mit der Blütezeit bis nach der Mitte des 20. Jahrhunderts. Mit all den ausgestellten Utensilien fühlte man sich tatsächlich ein wenig in Grossmutters Zeiten versetzt.

Eisenbahn - Musik - Doktorstube

Unter anderem ein altes Bahnhofschild „Stalden“ und die Loki der Burgdorf-Thun-Bahn erinnerten an die Frühzeit der Eisenbahn und die erste elektrische Vollbahn Europas von 1899.
Wem sagt der Name Oskar Friedrich Schmalz etwas? Erinnerungen an diesen berühmten Jodlervater und seine Frau sind unter anderem im Musikzimmer zu bestaunen und in der Doktorstube wird die Apotheke der Arztfamilie Schüpbach gezeigt. Die Wenigsten wissen, dass hier gleichzeitig auch das zahnärztliche Institut seine Wurzeln hat. Es darf davon ausgegangen werden, dass es jener Turnveteran, der im Apothekenschrank eines dieser wunderbar von Hand beschriebenen Medikamenten-Gläser begutachtete, nicht auf den (möglichen) Inhalt abgesehen hatte. Beschriftung: Morphium….

BAMG - Traktorführer-Lohn

Konolfingen ohne Hinweis auf „Bernese alps Milk Co.“, den wichtigsten Industriebetrieb dieses Dorfes, geht gar nicht! Deshalb war logisch, dass in einem Zimmer nebst der Geschichte der Fabrik Berner Alpen Milch Gesellschaft (BAMG) der Aufstieg zum Grosskonzern Ursina sowie die Integration in den Weltkonzern Nestlé inkl. die Milchverarbeitung genauer beschrieben worden sind. Hier war auch – trotz Datenschutz  :-) - ein interessantes Détail sichtbar: Traktorführer Ferdinand Künzi, geboren 1924, früher Metzger, verdiente im ersten Lehrjahr Fr. 5.— im Monat (in der RS Fr. -.80 pro Tag). Arbeitsbeginn: In der Regel 02:30 Uhr!

Mit diesen und vielen anderen Erinnerungen fand der interessante Nachmittag nicht etwa bei „Wasser und Brot“, sondern bei Wurst, Brot, Mineral und Bier einen flotten Abschluss, auch dank Susi Blaser, die Ehefrau von Willi, welche die durstigen und hungrigen Mäuler versorgte.   

Schnappschüsse vom Museumsbesuch von Andreas Lehmann, Ruedi Strüby und Werner Schmidiger

122. Hauptversammlung der ETVV Gruppe Bern Mittelland

Donnerstag, 8. März 2018 - Hotel Kreuz in Bern

-Werner Schmidiger- Vermutlich war Präsident Walter Messerli an dieser Hauptversammlung von einem etwas komischen Gefühl begleitet. Es war nämlich seine letzte als „Chef“ der Mittelländer Gruppe der ETVV und es dürfte für den bald 80 Jährigen ein besonderer Moment gewesen sein, als Vizepräsident Werner Schmidiger sein Rücktrittsschreiben verlas. Walter,  d a s  ETVV-Mitglied schlechthin, übergab ihm das Zepter nach insgesamt 18 Jahren Vorstandstätigkeit. Auf 30 Jahre Mitgliedschaft können nur wenige Turnveteranen zählen. Und wer mehr als die Hälfte davon in zahlreichen Funktionen in der Gruppe Bern-Mittelland und in der Zentralobmannschaft der Eidgenössischen Turnveteranen-Vereinigung tätig war, gehört definitiv zur verdienstvollen „Elite“. Walter darf stolz sein auf die, wie er im Rücktrittsschreiben selber zum Ausdruck brachte, „…kameradschaftlich sehr schöne Zeit im Kreis der Vorstandskameraden, die ich über all die Jahre nie vergessen werde“.


Typisch Walter Messerli war, wie zügig und kompetent er auch an seiner letzten HV als Präsident durch die Traktandenliste führte.  Mit 63 Anwesenden war die Versammlung erneut gut besucht, wenngleich sich etliche Turnkameraden aus gesundheitlichen Gründen entschuldigen mussten. Besonders erfreulich das Erscheinen von einer Turnveteranin (Dora Wenger - TV Bümpliz) und zwei Turnveteranen (Fritz Bula – TV Flamatt-Neuenegg und Gian Marco Semadeni - TV Münchenbuchsee), welche als Neumitglieder begrüsst  werden konnten. Leider standen dem Zuwachs ein Todesfall (Alfred Amstutz – BTV Bern)  und sieben Austritte gegenüber, womit sich der Bestand seit der letzten HV auf 174 Mitglieder reduzierte. Mit dem kräftigen Applaus bei der einstimmigen Genehmigung des ausführlichen Jahresberichtes wurde der Dank an den Präsidenten für die Durchführung und tolle Schilderung der Aktivitäten während des abgelaufenen Jahres ausgedrückt.

Zwei „20er“ waren dabei!

Als zweitältester Veteran konnte der 89 jährige Otto Muggli (BTV Bern) ebenso eine Flasche Wein entgegennehmen wie der (erneut) Tagungsälteste, noch fünf Jahre ältere, Roger Rufi (MR Zollikofen). Die Beiden sind treue und trotz hohem Alter immer noch aktive Mitglieder.

Gesunde Finanzen

Weil Kassier Rudolf Zaugg und die Mitglieder der Geschäftsprüfungskommission Rolf Greub und Hans-Peter Burkhardt durchaus intakte Finanzlage verkünden konnten, waren die Stimmenzähler sowohl bei der Genehmigung der Jahresrechnung 2017, des Budgets 2018 und des (unveränderten) Jahresbeitrages 2019 „arbeitslos“. Einmal mehr durfte Rudolf Zaugg all jenen Mitgliedern speziell danken, die jeweils den geschuldeten Beitrag grosszügig aufrunden!

Erstmals Frau im Vorstand

Im Zug des präsidialen Rücktritts wurde, nebst der Wahl des neuen Präsidenten, eine Ergänzungswahl für die dreijährige Wahlperiode 2016-2018 nötig. Beides führte Max Sterchi in gewohnter Manier durch, begleitet mit Dankesworten an den Vorstand.  Auf Antrag des Vorstandes wurde Elisabeth Kunz – notabene als erste Frau – in den Vorstand gewählt. Elisabeth ist in unseren Kreisen bestens bekannt. Das Ehrenmitglied der UEG (Europäische Turnunion) war jahrelang Spitzenfunktionärin in der Schweizerischen und internationalen „Kunstturn-Welt“. Sie wird das Ressort „Etat“ vom Schreibenden übernehmen.

Interessantes Tätigkeitsprogramm 2018

Eine erfreulich hohe Teilnehmerzahl zeichnet sich für den Halbtagesausflug „Galgen, Tschugger, Polizei“ ab, der am 23.5.18 nach Konolfingen führen wird. Im Herbst (12.9.18) steht ein Tagesausflug in den Jura bevor. Nebst dem Besuch der Firma Spielhofer (Herstellung des „Tête de Moine“) wird auch ein Aufenthalt beim grössten Moorsee der Schweiz (Etang de la Gruère) eingeplant.

Basel lädt dieses Jahr am 13./14.10. zur 123. ETVV-Tagung ein. Einen Ansporn besonderer Art, daran teilzunehmen, dürften fünf Turnkameraden aus unserer Gruppe haben. Willi Baumgartner, Robert Bonetti, Walter Messerli, Paul Saner und Peter Schaad würden nämlich die Bedingungen zum Erhalt der goldenen Auszeichnung als Eidgenössische Ehrenveteranen erfüllen, Zum Schluss des Jahres 2018 wird „Jass-Papst“ Urs Holzer am 7. 11. erneut viele Kameraden am beliebten Plausch-Jassturnier in Worblaufen willkommen heissen.

Ausblick

Die nächste (123.) HV wird am 7. März 2019 wieder im Hotel Kreuz in Bern stattfinden. Im weiteren rückt auch das Jahr 2020 immer näher. Im Zug des 125-Jahr-Jubiläums der ETVV befasst sich der Vorstand unserer Gruppe zur Zeit mit der möglichen Kandidatur zur Übernahme der Jubiläums-Tagung 2020. Dazu haben Vorgespräche mit der Zentralobmannschaft stattgefunden und im Mai 2018 soll dann entschieden werden, ob wir uns bewerben wollen.

Mit Dankes-Worten von Rolf Gräub (für die pannenfreie Beamer-Präsentation), Robert Bonetti (besonders an Walter und den Vorstand) und Walter Messerli (für die kameradschaftliche Zusammenarbeit und den Besuch der heutigen Versammlung) endete die 122. Hauptversammlung beziehungsweise leitete zum Schlummerbecher im „Bärehöfli“ über.

Neue Mitglieder

Die drei neuen Mitglieder (v.l) Fritz Bula, Dora Wenger, Gian Marco Semadeni

Vizepräsident Wener Schmidiger verliest das Rücktrittsschreiben von Walter Messerli

Elisabeth Kunz

Die erste Frau im Vorstand, Elisabeth Kunz, im Gespräch beim Apéro

Bilder von Andreas Lehmann

Jassturnier 2017 im Rest. Tiefenau in Worblaufen

14. Plausch-Jassturnier der ETVV Bern-Mitteland in Worblaufen (8.11.2017)

-Werner Schmidiger- Obschon "Jasspapst" Urs Holzer einige Entschuldigungen zu vermelden hatte, warteten immerhin 24 Spieler und 2 Helfer der Eidgenössischen Turnveteranen Bern-Mittelland auf den "Startschuss" zum diesjährigen Plausch-Jassturnier im "IT-Stübli" in Worblaufen. Zu seinem Titel passend begrüsste Urs die gutgelaunte Schar mehr oder weniger ernsthafter Jassfreaks in der umgebauten "Kirche" vom neuen Standort der "Kanzel" aus mit den Worten: "Werte Kirchgänger…". Es entwickelte sich in der Folge ein spannender aber freundschaftlicher Wettstreit in zehn verschiedenen Variationen. Während die einen ein suffisantes Lächeln ob den geglückten Start-Passen aufsetzten, meinten andere Turnkameraden, sie hätten doch etwas bessere Karten verdient. So marschierte einer zügig gegen die Toilette mit der Bemerkung: "I gah gschyder hie mi …… ga ablah".

Sie hei afang nobli Priise

Die Stammgäste des Veteranen-Jasses sind sich gewohnt, bei entsprechender "Leistung" tolle, meist flüssige, Preise abzuräumen. Mit dem auf der Theke aufgestellten Steinpilzöl, dem Himbeeressig und der prachtvollen Pfeffermühle wurde aber einem Teilnehmer ein "Schnippchen" geschlagen: "Sie hei afang nobli Priise", meinte er im Vorbeigehen….wohl nicht ganz ernst gemeint. In der Tat sah der Gabentempel dann aus wie in früheren Jahren. "Jasspapst" Holzer hatte sich wieder einiges einfallen lassen, um fast jeden mit einer Flasche Tranksame glücklich zu machen. Nur für den Letzten dieses Jahres gab es eine Ausnahme. Symbolisch erhielt er eine Toblerone als eventuelle "Hilfe", nächstes Jahr dann den Aufstieg auf den "Gipfel" zu schaffen.

Führungswechsel erst in der vorletzten Runde!

Wie abwechslungsreich, spannend und überraschend das Stelldichein in Worblaufen jeweils ist, zeigt ein Blick auf die Rangliste(n). So durfte die letztjährige "Rote Laterne" heuer als glanzvoller Sieger gefeiert werden. Beni Lehmann sorgte erst in der vorletzten Runde für einen Führungswechsel, und gab schliesslich die Poleposition auch nach dem ab und zu eckelhaft verlaufenden "Differenzler" nicht mehr ab. So musste auch Vorjahressieger Fritz Mauerhofer dieses Jahr mit dem "Bronzeplatz" Vorlieb nehmen. Übrigens schaffte es bei den bisherigen 14 Austragungen noch nie ein Veteran, zwei Jahre in Folge zu gewinnen!

Bei einem Mitspieler häuften sich die "gesammelten" Jasskarten – und damit auch die Punktzahl - in drei von vier Runden des "MISÈRE" beängstigend an. Was normalerweise ein gutes Zeichen wäre, ist eben bei dieser Spielart ganz anders. Die "Quittung" kam postwendend auf dem Notenblatt mit niederschmetternden Punktzahlen (1,1,3,1). Das Lächeln im Gesicht des Kameraden zeigte aber eindrücklich auf, dass eine solche Misère die gute Laune nicht verderben konnte.

So durfte Urs Holzer vom ETVV-Präsidenten Walter Messerli einmal mehr ein grosses Dankeschön für die tadellose Organisation des beliebten Anlasses entgegen nehmen. Derart beliebt übrigens, dass er auf vielseitigen Wunsch auch nächstes Jahr wieder stattfinden soll.

Späte Ehre für Trampolinturner

Für einen tollen und unerwarteten Schlusspunkt vor dem zweiten Teil, dem traditionellen Pizza-Schmaus, sorgte schliesslich der "Jasspapst" persönlich. "Wer erinnert sich, was 1987 turnerisch los war?", fragte Urs die Teilnehmenden…..Die Antwort kam von ihm selber: "Damals, am Berner Kantonalturnfest in Biel-Bözingen, ist eine Medaille beim Einzelwettkampf im Trampolinturnen nicht abgeholt worden. Als ich vor kurzem bei mir zu Hause einmal aufräumte, kam mir das Edelmetall in die Hände, und heute habe die Ehre, die Medaille dem damaligen Gewinner und heutigen Turnveteran Viktor Pircher persönlich hier und jetzt doch noch übergeben zu können!" Besser spät als nie, oder nicht?

Rangliste

1. Lehmann Beni 121 Pkt.
2. Marti Alfred 114 Pkt.
3. Mauerhofer Fritz 111,5 Pkt

Gesamtrangliste

122. ETVV Tagung in Montreux

-Werner Schmidiger- Gastrecht für die Eidgenössischen Turnveteraninnen und Turnveteranen am 28./29. Oktober 2017 an der Waadtländer Riviera.
Aus Anlass des 150-Jahr-Jubiläums konnte der Turnverein Montreux 700 der insgesamt 5100 Mitglieder an der traditionellen Herbsttagung begrüssen. Die Reise an den Lac Leman liessen sich auch 35 Turnkameraden und 3 Turnkameradinnen der ETVV Bern-Mittelland nicht entgehen.
Rassig führte der Zentralvorstand, unter der Leitung des Präsidenten Urs Tanner, durch die Traktanden. Dazu gehörten die Informationen aus der sommerlichen Delegiertenversammlung (25.8.2017/Schwägalp), die Würdigung der 146 seit der letzten Tagung verstorbenen Veteranen und die feierliche Zeremonie der Insignienübergabe.

Aus dem Zentralvorstand verabschiedet haben sich wegen Amtszeitbeschränkung Urs Tanner und Werner Vogel. Unser Mitglied, Alfred Marti (Rosshäusern/TV Mühleberg), der vor der Wahl in den Zentralvorstand bereits zwei Jahre als Rechnungsrevisor tätig war, verliess nach 6-jährigerTätigkeit als Finanzverantwortlicher die Zentralbehörde ebenfalls. Er wurde von Präsident Tanner als fachlich und kameradschaftlich hervorragendes ZV-Mitglied bezeichnet, der stets den Schalk im Gesicht getragen habe und seine Aufgaben äusserst kompetent erledigte. Marti, das 73 jährige „Turner-Urgestein“, fand, dass genau 50 Jahre ununterbrochene Tätigkeiten in Vorständen von Vereinen und Verbänden Grund genug seien, um endgültig einen Schritt zurück zu machen. „Fred“ hat bereits 18 ETVV-Jahrestagungen besucht, obschon er „erst“ 22 Jahre Mitglied dieser Vereinigung ist.
Alles schon fast „Guinessbuch“-verdächtige Werte!
Einsitz in die Rechnungsprüfungskommission der ETVV wird per 1.1.2018 Hanspeter Burkhalter (Niederscherli/BTV) nehmen. Er wurde übrigens für seine grossen Verdienste an der Abgeordnetenversammlung des Schweizerischen Turnverbandes vom 21./22.10.2017 zum STV-Ehrenmitglied ernannt. Herzliche Gratulation auch von Seiten der Mittelländer Turnveteranen!

Missmut wegen Vakanz

Zwei der drei Vakanzen im Zentralvorstand konnten mit Erwin Flury (Albis) und Felix Peter (Thurgau) beseitigt werden. Das Präsidium wird Kurt Egloff (Glatt- und Limmattal) übernehmen. Urs Tanner verbarg seine Enttäuschung wegen der dritten Vakanz nicht : „Es ist für mich unverständlich, dass aus den Reihen unserer grossen Vereinigung keine Nomination erfolgt ist“, lautete seine Botschaft an die Veteranen.

Ehrungen für Mittelländer Veteranen

Unter den 35 speziell Geehrten, denen das goldene Treueabzeichen übergeben wurde, waren auch drei Mitglieder unserer Gruppe. Bernd Greub (Bern/STB), Rudolf Hügli (Bern/BTV) und David Langenegger (Bolligen/TV Ittigen) verdienten sich diese spezielle Ehrung mit erreichtem 80. Altersjahr, jahrelangen Mitgliedschaften und regelmässigen Tagungsbesuchen. Das goldene Abzeichen ebenfalls erhalten wird aus dem gleichen Grund auch Paul Schweizer (Bern/TV Ittigen). Der Vereinskamerad von David Langenegger musste aus gesundheitlichen Gründen auf die Reise nach Montreux verzichten. Unser Präsident Walter Messerli wird ihm deshalb die Auszeichnung bei passender Gelegenheit später aushändigen.

Bei der Ehrung der 19 Veteranen, die 90 jährig oder älter waren, durfte mit Roger Rufi (Zollikofen) einmal mehr ein Turner aus unserer Gruppe auf der Bühne Platz nehmen. Bereits 26 Jahre ist Roger Mitglied der Mittelländer-Gruppe und er hat mittlerweile an 18 ETVV-Tagungen teilgenommen. Nur gerade acht, in Montreux anwesende Veteranen, waren älter als der 93 jährige Zollikofner Turnkamerad.

Un grand musée pour s‘amuser

Dieser Titel auf einer farbigen Broschüre wird den 18 Turnkameraden, die bereits am Samstag anreisten (hoffentlich) den Besuch in „Chaplin’s World“ nochmals in Erinnerung rufen. Inmitten eines imposanten, beim Besuch herbstlich-leuchtenden Parks, konnte uns eine charmante Führerin im Wohnhaus „Le Manoir“ und in den Film-Studios viele interessante Détails zum Leben und Wirken von Charlie Chaplin vermitteln. Das Multitalent, in verschiedenen Posen als Wachsfigur dargestellt, verstarb 1977 im Alter von 88 Jahren an seinem wunderschönen Sitz in Corsier-sur-Vevey. Dem einen oder anderen unter uns dürften etliche Sequenzen aus Stummfilmen des grossen Künstlers wieder etwas näher gekommen sein.
Offensichtlich wusste dieses Rahmenprogramm, das mit einem Mittagessen beim Museum abgeschlossen wurde, zu gefallen. Jedenfalls herrschte eine lockere, humorvolle Stimmung. Ein Kamerad  bezeichnete seinen Risotto-Teller mit „Milchreis“, und bei der Busfahrt nach Montreux erkundigte sich ein anderer Veteran nach der Abfahrtszeit des Schiffes (!). Auch die Umstellung auf Winterzeit löste teilweise Fragen auf, was man nun wohl mit der gewonnenen Stunde tun solle (?). Erstaunlich, denn Langeweile kam auch beim Bankett im Kongresscenter nie auf. An einem der Tische mit Mittelländer Veteranen fehlten zeitweise zwar gewisse Teile des Menüs oder war der gewünschte Wein nicht mehr verfügbar, doch die gute Laune ging deswegen nicht verloren. Dafür sorgte einerseits die vom Saal des Kongresszentrums sichtbare, wunderbare Abendstimmung und andererseits die Auflockerung durch neun  junge Mädchen, die ihr erstaunliches Können auf dem sogenannten „Zitterbalken“ zeigten. Dass es zur Darbietung eines Bodenturnprogrammes gar nicht so viel Platz braucht, bewiesen 11 Jugendliche vor dem Dessert beim Abendbankett. Quasi zum Greifen nah, gaben sie auf einer mitten in den Tischreihen ausgelegten Mattenbahn ihre Überschläge und Saltos vor- und rückwärts zum Besten.

Fazit: Montreux war eine Reise wert und hat sich auch als „Turnerstadt“ manifestiert, denn die Statue von Li Ning, dem chinesischen „prince de la Gymnastique“, auf der schönen See-Promenade lieferte quasi den Beweis dafür.

 

Kursbericht Kreiskurs Frauen

-René Spicher- Der diesjährige Kantonale Kreiskurs der Frauen fand in Moosseedorf statt. Total haben sich 66 Kursteilnehmerinnen angemeldet, erschienen sind 64 Frauen und 1 Turner!
Um 8.30 Uhr ging es bereits los in der Turnhalle «Staffel» in Moosseedorf. Nach der Begrüssung durch René Spicher ging es gleich zur Sache, das Einturnen mit Nicole Eggimann stand auf dem Programm. Die Turnerinnen wurden in 5 verschiedene Gruppen aufgeteilt:

  • Gymnastik mit Bällen (Leiterin Regula Fasel)
  • Kleine Spiele (Leiterin Annegret Räber)
  • Intervalltraining Kraft/Ausdauer (Leiterin Anita Krebs u Marianne Harnischberg)
  • Theraband mit Stab (Leiterin Nicole Eggimann)
  • Body Art (Leiterin Susanne Müller)

Die Lektionen waren jeweils 65 Minuten. Am Morgen wurden 3 Lektionen durchgeführt, ab 12.30 Uhr war die Mittagspause angesagt und die mitgebrachten Sandwiches, Birchermüesli’s konnten verzerrt werden. Der obligate Nussgipfel zum Dessert durfte, wie immer, nicht fehlen. Nachmittags ab 13.30 Uhr gings wieder weiter. Es standen ja noch 2 Lektionen auf der Tagesordnung. Frisch gestärkt konnten die Turnerinnen nun die letzten Lektionen geniessen.
Es wurde wieder von unseren tollen Leiterinnen viel neuen Stoff vermittelt, welcher nun im Turnverein angewendet werden kann. Es wurde viel geschwitzt und natürlich auch gelacht.

Das Leiterinnen-Team

 

v.l.n.r Annegret Räber, Anita Krebs, Nicole Eggimann, Susanne Müller, Marianne Harnischberg, Regula Fasel

Tagesausflug der ETVV Bern-Mittelland zu den Winzern und Affen

-Werner Schmidiger- Offensichtlich wurde die Einladung zum diesjährigen Tagesausflug ins Elsass „schmackhaft“ gestaltet, nahmen doch 70 Eidgenössische Turnveteraninnen und Turnveteranen mit Angehörigen und Freunden am 14. September daran teil. Und scheinbar ist es Präsident Walter Messerli und seinen Vorstandskollegen, in Zusammenarbeit mit dem Carunternehmen Hirsbrunner aus Worb, einmal mehr gelungen, die Erwartungen zu erfüllen. Das darf aus den präsidialen Worten nach der Rückkehr geschlossen werden: „Die vielen positiven Rückmeldungen bei der Verabschiedung haben mir gezeigt, dass unser Ausflug gut angekommen ist und ein Erfolg war“.

Elsass das Land der grossen Weine

Nach einem Kaffeehalt in Pratteln, dem Grenzübertritt in Basel und vorbei an der schier endlosen  Weinreben-Landschaft, entlang  der Elsässischen Weinstrasse, erreichten wir, wie konnte es anders sein, genau zur Apérozeit den Weinkeller von Edmond Rentz in Zellenberg. Der kurze Abstecher in den Weinkeller mit den riesigen alten und neuen Fässern (200‘000 Liter Produktion pro Jahr) war die richtige Einstimmung auf die Degustation  dreier Weissweine…..und auch der „Kougelhopf“ fand noch gerade rechtzeitig den Weg aus dem Backofen! Dass anschliessend einige Plastiksäcke zu den beiden Cars getragen worden sind, war logisch und eine allfällige Frage nach den Inhalten wäre komplett überFLÜSSIG gewesen!

„Vorspiis?“ und Roberto’s Arie

Nach kurzer Fahrt durften wir im malerischen Winzerort Ribeauvillé beim Mittagshalt im „Cheval Noir“ Flammkuchen und Salat à discretion essen. Zeitweise hatte man das Gefühl, die Platten mit dem feinen Kuchen seien ab Fliessband und schier endlos an die Tische getragen worden. Da führte die humorvolle Bemerkung eines Turnveteranen zu einem Lächeln auf den Stockzähnen: „Das isch jetz mal e aschtändegi Vorspiis gsi“, war zu hören. Nota bene: Auch der Magen dieses Kollegen kam voll und ganz auf seine Rechnung! Nebst dem für das Elsass typischen, kulinarischen „Höhenflug“ sorgte am Mittagstisch Roberto Bonetti für Unterhaltung. Der 84 jährige BTV-Turnveteran gab einleitend einen Elsässer Witz mit deutsch-französischem Wortspiel zum Besten. In der Folge sang er mit totalem Engagement aus der komisch-fantastischen Oper „Die lustigen Weiber von Windsor“ eine Arie, wofür er verdienten Applaus ernten durfte. Bis zur Weiterfahrt blieb noch genügend Zeit, um im malerischen Winzerort Ribeauvillé die vielen wunderschönen Gebäude und Gässchen zu geniessen. Die Bilder zu diesem Bericht sagen mehr als Worte….

Erfolgreiche Auswilderung

„La Montagne des Singes“ war die letzte Station vor der Rückreise. Wer sich interessierte, erfuhr, dass das 24 Hektar grosse, umzäunte Gehege für Berberaffen in der Gemeinde Kintzheim viel mehr ist als nur ein Tierpark. Mit der Eröffnung im Jahr 1969 sind 150 Tiere aus Marokko importiert worden. Der massive Rückgang dieser Affen in Nordafrika (Marokko) seit Ende der Siebzigerjahre, vermutlich wegen Verlust natürlicher Waldhabitate durch Rodung, schreckte damals auf. So wurde ab 1980, zusammen mit Partnern anderer Parks, dafür gesorgt, dass regelmässig Hunderte von Berberaffen aus eigener Zucht gruppenweise wieder in Nordafrika ausgewildert wurden.

Vom Affen gebissen?

Bewusst ist ein grosser Teil des riesigen Areals nicht einsehbar, damit sich die Tiere in einen ruhigen Bereich zurückziehen können. War es „Gwunder“ oder Hunger, dass sich trotzdem viele unter die Besucher aus der Schweiz wagten, um Popcorn aus deren Händen zu ergattern? Auf dem 800 Meter langen Rundgang war auf Informationstafeln und bei interaktiven Vorträgen beim Futterplatz viel zur Herkunft und Lebensweise, aber auch zum Verhalten der 240 Tiere aller Altersklassen (2 Monate bis 30 Jahre!) zu vernehmen. Weibchen sind offenbar vorbildliche Mütter, die zu ihren Kindern über Jahre eine enge Beziehung pflegen. Die Männchen tragen, pflegen und hüten die Kleinen und greifen an, wenn letztere bedroht sind. Also: Gewisse Parallelen zu uns Menschen sind wohl kaum abzustreiten, oder?  Ob schliesslich die „schnusigen“ Äffchen gar zu tanzen begannen, als Roberto Bonetti seine tolle Stimme erneut, und diesmal durch den Wald, hallen liess, konnte nicht beobachtet werden.

Übrigens: Die kleine Fingerwunde an der Hand eines Turnveteranen (siehe letztes, aus Datenschutzgründen unscharfe Bild in der angehängten Galerie) stammte nicht von einem Berberaffen, sondern war die Folge einer anderen Unachtsamkeit des Senioren im Park!

Gut gelaunt, mit einer schönen Portion verschiedener Erlebnisse im „Gepäck“ (inkl. Staus auf den Autobahnen) und mit einer stattlichen Zahl schlafender Reiseteilnehmer fand der diesjährige Tagesausflug seinen Abschluss.

Fotografen: Andreas Lehmann, Hansueli Streit, Werner Schmidiger

Tageswanderung auf die Meielisalp (Goldys)

-Ruth Lehmann- Schon letztes Jahr war diese Wanderung geplant. Da uns aber damals aber in Strömen regnete und der Weg dadurch teilweise glitschig wurde, haben wir sie auf dieses Jahr verschoben.


Am 13. Juni traf sich eine kleine Schar Goldys beim Treffpunkt im Bahnhof Bern um mit Zug und Postauto nach Aeschiried zu fahren. Viele Schulen hatten sich auch diesen schönen, und warmen Tag ausgewählt, um noch vor den Sommerferien die Schulreise zu machen. Überall hörte man fröhlichen Kinderlärm. Auch das Postauto war voll besetzt mit Kindern. Das störte uns nicht, waren wir doch ebenfalls guter Laune und voller Vorfreude auf die Wanderung.

Das erste Stück des Panoramaweges von Aeschiried auf die Meielisalp war etwas steil, aber oben angekommen machten wir eine Pause. Auf einem „Bänkli“ genossen wir die wunderschöne Aussicht auf den Thunersee. Margrit überraschte uns mit Brioches und Tee, da es nirgends ein Restaurant für einen Kaffeehalt hatte. Margrit die Überraschung ist dir gelungen, herzlichen Dank dafür. So gestärkt wanderten wir weiter, mal aufwärts, mal abwärts, über Wurzeln und Steine, aber fast immer mit Aussicht auf die Berge und den See. Auf dem vorgesehenen Pic Nic Platz erlebte Margrit eine Enttäuschung. Als sie das letzte Mal dort vorbei kam, hatte es Bänke und eine Brätlistelle, nun war es ein Bauplatz. Der ganze Platz wird neu hergerichtet. Wir wussten uns aber zu helfen. Wir setzten uns auf die dort vorhandenen Holzklötze, packten unsere Sachen aus, assen, plauderten und gönnten uns eine gemütliche Mittagspause.

Nachdem der Rucksack wieder gepackt war, wanderten wir weiter Richtung Spissibach-Hängebrücke. Wir waren gespannt darauf, wie es sich anfühlt, so einen wackligen Untergrund zu passieren. Alle kamen fast ohne Probleme hinüber. Es ist schon ein eigenartiges Gefühl, hoch über der Bachschlucht auf einem schwankenden Steg zu stehen. Die Aussicht entschädigte uns aber dafür. Die Brücke wurde 2011 als erste von den fünf, rund um den Thunersee geplanten Hängebrücken erbaut. Nun war es nur noch ein kleines Wegstück bis zum Restaurant Meielisalp, wo wir uns im Schatten eines Baumes, mit Aussicht auf den See erholen und ein kühles Getränk geniessen konnten.

Etwas abgekühlt nahmen wir noch das letzte Stück Weg unter die Füsse. Es führte uns an einer Pension vorbei in deren Nähe sich eine Gedenkstätte des Malers Ferdinand Hodler befand, wo er seine Thunersee- und Landschaftsbilder gemalt hat. Bald schon erreichten wir Leissigen. Da wir noch etwas Zeit hatten bis der Zug eintraf und wir nicht in der Hitze warten wollten, löschten wir im schattigen Garten des nahegelegenen Restaurants noch einmal den Durst. Zufrieden bestiegen wir den Zug, der uns, mit Umsteigen in Spiez, nach Bern zurück brachte.

Liebe Margrit, ganz herzlichen Dank für die schöne und gemütliche Wanderung.

 

Halbtagesausflug der ETVV Bern-Mittelland zu swisstopo in die Welt der Landeskarten

-Werner Schmidiger- 54 Turnveteraninnen und Turnveteranen der ETVV Bern-Mittelland  liessen sich in zwei Gruppen am 18. und 23. Mai 2017 die vielfältigen Tätigkeiten des Bundesamtes für Landestopografie swisstopo erklären. Die grosse Teilnehmerzahl zeigte bereits das Interesse für diese  nicht alltägliche Materie auf. Verschiedene Referenten verstanden es, so einfach wie möglich die Haupttätigkeiten der rund 400 Mitarbeitenden zusammenzufassen. Das Geoinformationszentrum der Schweiz deckt ein weit grösseres Spektrum ab als mitunter vermutet werden könnte. So werden nicht nur die uns allen bestens bekannten Landeskarten hergestellt. In etwa drei Hauptaktivitäten lassen sich heraus lesen.

  • Einerseits werden aus der Produktion von räumlichen Referenzdaten verschiedene Produkte von hoher Qualität abgeleitet.
  • Andererseits koordinieret swisstopo die Aktivitäten für Geobasisdaten des Bundesrechts und erleichtert deren breite Nutzung.
  • Im weiteren wird die Bereitstellung von Daten und Grundlagen für ein Monitoring über die räumliche Entwicklung in der Schweiz gewährleistet.

Das Bundesamt für Landestopografie (notabene das älteste Bundesamt), wurde 1838 durch den ersten General unseres Landes und Mitbegründer des Roten Kreuzes, Guillaume-Henri Dufour, gegründet. Damals noch unter dem Namen Bureau topographique fédéral. Vielen älteren Semestern dürfte der Begriff "Dufourkarte" etwas bedeuten, wurde doch damit seinerzeit erstmals die ganze Schweiz sichtbar gemacht. Heute ist swisstopo Teil des VBS, das mit rund 65 % der grösste Abnehmer der produzierten Daten ist. Gearbeitet wird an drei Standorten (Wabern, Dübendorf und im Felslabor Mont Terri bei St.Ursanne). Mit Geomatikern (frühere Kartografen), Informatikern und Geologen seien nur drei Berufsgattungen erwähnt, die sich mit den interessanten und komplexen Aufgaben von swisstopo beschäftigen.  

Digitales Zeitalter ist längst eingekehrt

Mittels Video wurde auf verständliche Weise der Weg von der Topografie zu den Geodaten (= digitale Informationen) aufgezeigt. Vermessungsaufträge z.B. für den Gotthard-Basistunnel oder die Landesgrenze gehören ebenso dazu wie die enge Zusammenarbeit mit den Kantonen (amtliche Vermessungen/Kataster), Weiter befasst sich swisstopo mit der Bereitstellung von hoch präzisen Korrektursignalen im Bereich GPS und auch die Landesgeologie (sogenannte Untergrundforschung) ist seit 2006 bei diesem Bundesamt integriert. Pro Jahr wird rund ein Drittel der Schweiz neu vermessen und damit werden die Kartenwerke ständig aktualisiert, womit auch der Détailierungsgrad und die Präzision ständig zunehmen.

Viele Fragen von Turnveteranen

Dass der Besuch bei swisstopo erfolgreich war, zeigten die vielen Fragen von Teilnehmenden vor der Verabschiedung. So wollte jemand wissen, ob es auch militärische Geheimkarten gebe. Antwort: "Ja, aber immer weniger, und nur vertraulich ausgewählte Mitarbeiter haben Zugang zur Software, die unter Verschluss gehalten wird". Im weiteren wurde die Frage nach dem Entscheidungsträger bei Landesgrenzen-Verschiebungen durch Erosion und Flussläufe kurz und bündig mit "auf diplomatischem Weg" beantwortet. Die vielen Fragen zu Geodaten und Digitalisierung liessen in etwa die Schlussfolgerung zu: "Henri Dufour ade, auch die digitale Kartografie-Entwicklung überholt uns ältere Turnveteranen"!

….und ein kleines "Quiz" zum Schluss:

Um den zunehmenden Détailierungsgrad in den Karten zu zeigen, hat sich der Verfasser dieses Berichtes  eines der abgegebenen Kartengeschenke (Postkarte mit zwei Ausschnitten von Luzern) etwas genauer angeschaut. Das bietet den interessierten Turnveteraninnen und Turnveteranen Bern-Mittelland die Möglichkeit, die auf der nachstehenden Abbildung vorhandenen 10 (kleinen!) Unterschiede herauszufinden. Viel Glück auf der Suche nach ständig optimierten Karten-Détails!
PS:Mit der Einkreisung des KKL ist der erste Unterschied bereits markiert.

Mit einem Klick auf das Bild wird es grösser dargestellt.

Regionale Gruppen-Präsidenten der ETVV in der Bundeshauptstadt zu Gast

„Jubiläums“-Zusammenkunft am Donnerstag, 6. April 2017 in Bern

-Werner Schmidiger- Der ETVV Bern-Mittelland fiel die Ehre zu, die 25. Zusammenkunft der regionalen Gruppen-Präsidenten (RGPZ) der Eidgenössischen Turnveteranen-Vereinigung zu organisieren. Im ersten Teil begrüsste der Präsident der gastgebenden Gruppe, Walter Messerli, die Delegierten der Zentralbehörde (ZV-ETVV) sowie die Vertreter der erstmals in der Region Mitte anwesenden Gruppen Aarau, Freiamt, Baden-Brugg-Zurzach und Fricktal. Bekanntlich wurde deren Antrag auf Wechsel von der Region Ost zur Mitte an der letztjährigen Delegiertenversammlung gutgeheissen.

Zuerst OK-Präsident – Jetzt Berner „Stapi“

Nach dem traditionellen Erfahrungsaustausch zu einem jährlichen Schwerpunktthema und den Mitteilungen der Zentralbehörde konnten die 28 teilnehmenden Veteranen bei einem „Transfer-Bummel“ einige Schönheiten der Bundeshauptstadt sehen. Dazu gehörte auch der „Erlacherhof“ als Sitz des Berner Stadtpräsidenten mit der wunderbaren Umgebung und direktem Blick auf die Aare. Weil der Weg vom Hotel Kreuz (Tagungslokal) dorthin recht zügig unter die Füsse genommen wurde, lag die Vermutung in der Luft, dass das von der Stadt Bern offerierte Apéro entscheidenden Einfluss gehabt haben könnte….. oder  war es eher die Vorfreude der Veteranen auf das Wiedersehen und die Willkommens-Worte des neu gewählten Stadtpräsidenten Alec von Graffenried? “Dieses Gesicht haben wir doch in Turnveteranen-Kreisen schon mal gesehen“, mutmassten einige Anwesende. Walter Messerli bestätigte dies bei der Vorstellung des „Stapi“ und den Dankesworten für die Einladung. Alec von Graffenried war nämlich OK-Präsident der 119. Eidgenössischen Turnveteranentagung im Herbst 2014 in Thun.

„Mit OVO chaschs nid besser, aber länger“

Hatten die Vorstandsmitglieder der organisierenden Gruppe Angst, die Zusammenkunft könnte (zu) lange dauern? Das hätte erklärt, weshalb sie „ovo-rocks“ als süsses Präsent auf die Konferenz-Tische legten.

Weil sowohl Walter Messerli als auch die übrigen Referenten ihre Statements prägnant und kürzer als erwartet vortrugen, und sich die interessanten Diskussionen unter den Teilnehmenden nicht in die Länge zogen, könnte der erwähnte Slogan für die RGPZ 2017 auch geheissen haben: „Mit OVO chaschs besser und chürzer“!

Innenleben der Gruppen und des Zentralvorstandes

ZV-Mitglied Werner Vogel präsentierte und kommentierte das Resultat der Schweiz weiten, sehr informativen Auswertung zum eingangs erwähnten Schwerpunktthema „Innenleben der Gruppen“. In der Folge entwickelte sich dazu eine engagierte Diskussion zu den Themen, Struktur, Organisation, Aktivitäten und Kostenmanagement. Im Zusammenhang mit den vielenorts eher rückläufigen Mitgliederzahlen kamen  auch die Fragen der Aufnahmekriterien und Werbemassnahmen zur Sprache.

Zentralpräsident Urs Tanner dankte den Berner Kollegen für die Einladung und Organisation der Zusammenkunft und informierte zum „Innenleben des Vorstandes“ mit den Rücktritten von Werner Vogel, Alfed Marti und ihm selber auf Ende 2017. Die Nachfolger werden an der Delegiertenversammlung (DV) Ende August 2017 auf der Schwägalp ebenso gewählt wie ein neues Mitglied für die Geschäftsprüfungskommission (gemäss ZV sei Kandidatur aus der Region Mitte erwünscht).

Kabel, Knöpfe, Kameras…. soweit das Auge reicht!

Um bei den Turnveteranen in Sachen Zeitmanagement keinen Übermut aufkommen zu lassen, wurde das feine Mittagessen im Hotel Kreuz (natürlich ungewollt) mit etwas Verspätung serviert. So kam es zu einem zweiten zügigen Marsch. Das Medienzentrum des Bundeshauses war das Ziel. Nach einer allgemeinen Video-Einführung wurde den Teilnehmenden in zwei Gruppen die Vielfalt und Komplexität der Infrastruktur gezeigt, wie z.B. die eindrücklichen, individuellen aber zentral geführten Kameraeinstellungen in den Ratssälen für die Berichterstattung aus „Bundesbern“. Die Funktionsweise des „Teleprompter“ (laufender Text am Bildschirm für Moderator) wurde ebenso erklärt wie die Entstehung des Hintergrundbildes bei Kommentaren der Redaktoren (Kamerastandort bei Restaurant vis-à-vis des Bundeshauses). Aber auch redaktionelle Arbeit konnten am Rande mit verfolgt werden. So waren unter anderem Vorbereitungsarbeiten für die Sendung „10 vor 10“ im Gang, und sogar das eine oder andere bekannte Gesicht huschte im Stress der Programm- und Zeitvorgaben irgendwann kurz vorbei.

Wer zum dritten Mal zügig durch Bern marschierte, erreichte rechtzeitig den Bahnhof für die geplante Rückkehr nach Hause, und für die Organisatoren gab es nebst Dank und Lob für die Durchführung und Programmgestaltung der diesjährigen RGPZ ein schönes Schlusswort: „Bärn isch eifach schön, da chöme mier de später wieder e mal häre“. Das würde auch Alec von Graffenried freuen!

„Jubiläums“-Zusammenkunft am Donnerstag, 6. April 2017 in Bern

Die Teilnehmer

20. Mitgliederversammlung der Berner Goldys

Freitag, 17. März 2017

-Elisabeth Gehrig-Bossi- Bereits seit 20 Jahren gibt es die Goldys Mittelland. Zu diesem Jubiläum liess sich der Vorstand etwas Spezielles einfallen und wir durften das Schweizer Zither-Kulturzentrum besuchen.
Voller Vorfreude trafen wir uns an diesem prächtigen Frühlingstag um 8.45 Uhr auf der Schützenmatte in Bern und wurden gekonnt von Sonja Häberlis Ehemann Paul ins schöne Emmental gefahren. Trachselwald war unser Ziel. Unterwegs stiegen in Worb noch Mitglieder (Rosmarie Saner und Margrit Nachbur) dazu. Da sich so viele angemeldet hatten, teilte Sonja uns in zwei Gruppen. Die erste Gruppe durfte zu Beginn gleich das Zithermuseum besuchen und die zweite Gruppe wurde nach Sumiswald in die Bäckerei Bier gefahren. Dort gab es feine Gipfeli und Tee oder Kaffee. Nach ca. 75 Minuten erfolge dann der Wechsel der Gruppen.
Nun aber zur interessanten und lehrreichen Führung im Zithermuseum. Lorenz Mühlemann, der Gründer des Museums (übrigens ohne staatliche Zuwendungen) faszinierte uns mit seinen Ausführungen und Geschichten. Die Vorführung und „Bespielung“ der verschiedenen Zithern aus 6 Jahrhunderten war eindrucksvoll und beeindruckend. Erstaunlich, wie ein einfaches Instrument sich seit dem 15. Jahrhundert sich in der Volksmusik der Alpenländer (Schweiz, Österreich, Deutschland) halten konnte und in der letzten Zeit wiederum einen Aufschwung erleben darf. Ein Volksinstrument, welches über die Jahrhunderte zuerst in eher einfachen Kreisen gespielt wurde und dann den Zugang zu den bürgerlichen Kreisen fand. Durch die Auswanderer ab 1860 bis 1925 fand das Instrument auch den Weg zu den neuen Kontinenten und verbreitete sich dort rasant. Wer erinnert sich nicht daran, dass unsere Gross- oder Urgrossmütter die Zither gespielt haben? Lorenz Mühlemann konnte uns jedenfalls begeistern und uns sogar zu einem gemeinsamen Lied „verführen“.
In den letzten Jahren stieg auch die Nachfrage in der Schweiz wieder und im Emmental gibt es wieder Hersteller von Zithern. Für die Herstellung muss kein spezielles Holz verarbeitet werden, Hauptsache, es wird sauber gearbeitet und die Saiten werden perfekt abgestimmt. Und das Instrument kann erst noch ohne Notenkenntnisse erlernt werden. Man legt einfach ein Blatt unter die Saiten und spielt die Nummern, die auf dem Blatt stehen – und schon ertönt die Melodie.
Sehenswert neben dem Museum war auch die Barockkirche Trachselwald (erbaut 1528, nachdem 1525 die vorherige Kirche abgebrannt war). Die heutige Kirche wurde durch einen Gesamtumbau im Jahre 1686 erstellt. Die bemalte Decke im Innern stammt aus der Bauzeit. Auf der flachen Decke befinden sich fünf Kreise, die mit gebundenen Blattkränzen eingefasst sind. Die vier Eckmedaillons sind mit einem Sternenhimmel verziert. Das Zentralmedaillon ist mit einem bewölkten Himmel bemalt. Dieses Kunstwerk entstand durch den Maler Christian Stuck. Welche schöne Decken- und Wandmalereien gab es zu entdecken. Schade, dass auf der prächtigen Orgel während unseres Besuches nicht geübt wurde.
Nachdem auch die zweite Gruppe den Besuch des Zithermuseums beendet hatte, fuhr Paul uns nach Heimisbach. Heimisbach als Ortsname wurde 1968 zu Ehren von Simon Gfeller ins Leben gerufen. Die Ortschaft hiess früher Dürrgraben. Kurz ein paar Eckdaten zu Simon Gfeller: geboren am 8. April 1868 im Zuguet, Gemeinde Trachselwald. Besuch 1884 des Lehrerseminars in Hofwil und erste Stelle in Grünenmatt, Gemeinde Lützelflüh. Heirat mit Meta Gehrig, Lehrerin im Thal, Dürrgraben. Drei Kinder (Johanna, Werner und Hedwig) wurden dem Paar geschenkt. 1910 erfolge das Erstlingswerk von Simon Gfeller „Heimisbach“ in emmentalischer Bauernsprache. 1914 dann „Geschichten aus dem Emmental“ in Schriftsprache und 1918 bis 1942 acht weitere Werke. 1934 wurde er Ehrendoktor der Universität Bern und 1940 erhielt er das Ehrenbürgerrecht der Gemeinde Lützelflüh. Simon Gfeller starb am 8. Januar 1943 nach schwerer Krankheit.
In seinem Tagebuch steht folgendes: „Wenn ich mich schriftstellerisch betätigt habe, geschah das aus Lust und Liebe zur Sache und aus inniger Freude an unserer schönen Heimat und unserer braven werktätigen Bevölkerung. Heimat und Volk haben mir mehr gegeben, als ich zurückzuerstatten vermag“.

Nun, im Landgasthof Bären Steckshaus assen wir zu Mittag im gemütlichen Saal. Erste Dokumente dieses Gasthofes stammen aus dem 16. Jahrhundert. Etliche Wirte, darunter auch Töchter von Wirten, führten den Gasthof. Am 11. April 1845 wurde das Gasthaus durch einen Brand vollständig zerstört. Der Neubau wurde unverzüglich und grosszügig an die Hand genommen, fertig gestellt und ist in fast unveränderte Form bis heute erhalten geblieben. 1886 kauft Ulrich Wüthrich den Landgasthof bei einer Steigerung und während der folgenden 77 Jahre bleibt das Steckshaus im Besitz der Familie Wüthrich. 1963 wird es verkauft. In den Achtziger Jahren wird das Haus renoviert und der ehemalige Stall wird in eine Wohnung umgebaut. Seit dem Jahre 2000 ist das Steckshaus im Besitz von Thomas und Marlies Germann. Thomas und Marlies Germann haben uns an diesem Tag auch bekocht und den schnellen und freundlichen Service sichergestellt.

Im Anschluss an den Kaffee und dem Dessert erfolgte dann unter der Leitung der Präsidentin, Ruth Lehmann, die ordentliche 20. Mitgliederversammlung. Bevor die Traktanden behandelt werden, gibt Ruth einen Überblick über die letzten 10 Jahre. Traditionell finden mindestens fünf Anlässe pro Jahr (Theaterbesuch, Tageswanderung, Besuch eines speziellen Angebots (im Jahre 2017 Création Baumann in Langenthal), eine Nachmittagswanderung, der Höck im November) statt. Ruth hofft, dass auch in den nächsten Jahrzehnten die gute Kameradschaft gepflegt wird und gemeinsame Erlebnisse den Zusammenhalt stärken. Die Anlässe sind oft die Basis von Gesprächen mit den „Weisch no?“ – Erinnerungen.

Das Protokoll über die 20. ordentliche Mitgliederversammlung wird zu gegebener Zeit den Mitgliedern per Mail oder per Post zugestellt.
Vielen Dank für die Organisation des unvergesslichen Tages! Es hett gfägt.

Kostprobe Zitherspiel

121. Hauptversammlung der ETVV Gruppe Bern Mittelland

Donnerstag, 9. März 2017 - Hotel Kreuz in Bern

-Werner Schmidiger- Kompetent und zügig, wie immer, führte Walter Messerli, der Präsident der Eidgenössischen Turnveteranen-Vereinigung Bern-Mittelland, durch die 121. Hauptversammlung vom 8. März 2017 in Bern. Mit 72 Anwesenden war die Versammlung sehr gut besucht. Besonders erfreulich auch das Erscheinen von 5 Turnveteraninnen und 2 Turnveteranen, welche die insgesamt 9 Neumitglieder repräsentierten. Leider standen dem Zuwachs 7 Todesfälle und 2 Austritte gegenüber, womit sich der Bestand seit der letzten HV unverändert bei 179 Mitgliedern einstellte. Walter Messerli gab auch der Freude Ausdruck, auf welch grosses Interesse die Jahresversammlung der Gruppe Mittelland immer wieder stosse. In der Tat zeugen die erneut hohe Teilnehmerzahl und die insgesamt 33 Entschuldigungen davon, dass fast 60 % des Bestandes regen Anteil am Geschehen nehmen.

Mit dem kräftigen Applaus bei der einstimmigen Genehmigung des ausführlichen Jahresberichtes wurde der Dank an den Präsidenten für die Durchführung und tolle die Schilderung der Aktivitäten während des abgelaufenen Jahres ausgedrückt.

184 Jahre…..zusammen

Als zweitältester Veteran konnte der 91jährige Walter Grau ebenso eine Flasche Wein entgegennehmen wie der Tagungsälteste, noch zwei Jahre ältere, Roger Rufi. Die Beiden sind treue und trotz hohem Alter immer noch aktive Mitglieder.

Gesunde Finanzen

Weil Kassier Rudolf Zaugg und die Revisoren Rolf Greub und Hans-Peter Burkhardt durchaus intakte Finanzlage verkünden konnten, waren die Stimmenzähler sowohl bei der Genehmigung der Jahresrechnung 2016, des Budgets 2017 und des (unveränderten) Jahresbeitrages 2018 erneut „arbeitslos“. Rudolf Zaugg dankte speziell all jenen Mitgliedern, die jeweils den geschuldeten Beitrag grosszügig aufrunden! 

Neu überarbeitete Statuten

Im Zuge eines anlässlich der letztjährigen HV eingereichten Antrages bezüglich Abgabe des silbernen ETVV-Abzeichens wurden gleich mehrere Formulierungen in den Statuten überarbeitet. Damit konnte auch eine Übereinstimmung mit den neuen Statuten des Zentralvorstandes-ETVV erreicht werden.  Der 2016 eingereichte Antrag wurde in diesem Zusammenhang zurück gezogen und die Statuten-Änderungen wurden einstimmig genehmigt.

Interessantes Tätigkeitsprogramm 2017

Die bereits zahlreich eingegangenen Anmeldungen für den diesjährigen Halbtagesausflug vom 23.5.17 (Swisstopo) und den Tagesausflug vom 14.9.17 (Elsass) zeugen von einem „Volltreffer“ bezüglich Interesse an den Aktivitäten der ETVV Bern-Mittelland. Am 29. 10.17 wird noch die ETVV-Tagung in Montreux folgen. Walter Messerli hofft, die 4 Kameraden, welche in diesem Jahr die Bedingungen zum Erhalt der goldenen Auszeichnung als Eidgenössische Ehrenveteranen erfüllen, zur Delegation zählen zu dürfen. Es sind dies Paul Schweizer, Bernd Greub , Rudolf Hügli und David Langenegger.

Abgeschlossen wird das Jahr 2017 am 8. 11. mit dem jedes Jahr beliebter werdenden Plausch-Jassturnier in Worblaufen.

Unserer Gruppe fällt dieses Jahr zusätzlich die Ehre zu, die RGPZ (Gruppen-Präsidenten-Zusammenkunft der Region Mitte) zu organisieren. Dabei werden am 6. 4. rund 30 Personen in Bern empfangen (Tagung, Apéro, Mittagessen und Besichtigung des Medienzentrums Bundeshaus).

Alfred Marti informierte die Versammlung, dass er Ende dieses Jahres nach 6 Jahren Vorstandstätigkeit aus dem Zentralvorstand der ETVV zurücktreten werde. Er rief dazu auf, dass sich allfällige Interessenten aus der Region Mitte für eine Arbeit im ZV bei ihm melden können.

Das Schlusswort ergriff Max Sterchi mit dem Dank an den Vorstand für die geleistete Arbeit. Der anschliessende Applaus war die „Quittung“ der Versammlung und gleichzeitig Anstoss für weiterhin gutes und kameradschaftliches Zusammenwirken.

7 (von 9) Neumitgliedern (von links): Elisabeth Kunz, Heinz Müller, Ursula von Gunten-Ankli, Brigitte Stöckli-Joss, Liliane Jenni, Daniel Koller, Franziska Streit. Es fehlen Thomas Krebs und Annemarie Berner.

Neumitglieder

Die Tagungsältesten mit dem Präsidenten Walter Messerli: Roger Rufi und Walter Grau

Tagungsälteste

Die Mutationen

Verstorben

  • Meyer Rudolf, TV Ittigen, geboren 1933, Eintritt 1990, verstorben: 17.02.2016
  • Stettler Peter, TV Ostermundigen, geboren 1934, Eintritt 2000, verstorben: 12.04.2016
  • Joss Werner, TV Zäziwil, geboren 1934, Eintritt 2014, verstorben: 07.05.2016
  • Peyer Willi, TV Kaufleuten, geboren 1910, Eintritt 1984, verstorben: 29.06.2016
  • Läderach Hansruedi, TV Langnau, geboren 1924, Eintritt 2005, verstorben: 10.07.2016
  • Krebs Ernst, TV Münchenbuchsee, geboren 1940, Eintritt 1996, verstorben: 15.08.2016
  • Christ Theo, TV Zollikofen, geboren 1915, Eintritt 1968, verstorben: 14.12.2016


Austritte:

  • Burkhard Willy, Grosshöchstetten, TV Konolfingen, Jahrgang 1934, Eintritt: 1998
  • Burkhard Frank, Aarwangen, TV Aarwangen, Jahrgang 1942, Eintritt: 1992


Eintritte (seit der HV 2015):

  • Koller Daniel, Schwarzenburg/TV Schwarzenburg, geboren am 15.03.1965
  • Von Gunten-Ankeli Ursula, Muttenz/SC Biel-Benken, geboren am 11.12.1959
  • Stöckli-Joss Brigitte, Worb/BTV Bern, geboren am 24.01.1959
  • Jenni Liliane, Bern/STB, geboren am 07.08.1938
  • Müller Heinz, Säriswil/BTV Bern, geboren am 15.09.1948
  • Kunz Elisabeth, Wabern/DR Berna, geboren am 18.12.1950
  • Streit Franziska, Bern/Gym Center Emme/BTV Bern, geboren am 15.09.1954
  • Berner Annemaria, Bern/BTV Bern, geboren am 15.12.1956
  • Krebs Thomas, Münchenbuchsee/TV Münchenbuchsee, geboren am 05.01.1966

Jassturnier 2016 im Rest. Tiefenau in Worblaufen

Zwei „Highlights“ am 9. November 2016

-Werner Schmidiger- Die Unterschiede hätten nicht grösser sein können. Über dem grossen „Teich“ ein im Wahlkampf polternder, polarisierender Donald Trump, im Sääli des Gasthofes Tiefenau in Worblaufen ein ruhiger, sachlicher „Papst“ im Sennenchäppi, beim Jass-Nachmittag der Eidgenössischen Turnveteranen, Gruppe Bern-Mittelland.

Und doch gab es eine Gemeinsamkeit. Trump siegte ebenso wie der (neue) Jass-Meister Fritz Mauerhofer. 32 mehr oder weniger „angefressene“ Jassfans aus dem Kreis der Eidgenössischen Turnveteranen, Gruppe Bern-Mittelland, rangen am traditionellen Mittwoch-Plauschturnier um die begehrte Flasche „Chämpis“, die 84 Zentimeter lange Reihe von Rotweinflaschen, oder die sechs Schachteln feinen Bisquits (für die hinteren Ranglistenregionen). Am meisten strahlte aber jener Turner, der die unbeliebteste Süssigkeit erhielt, den Trostpreis für den Letztplatzierten nämlich. Der Datenschutz verhindert die Erwähnung den Namen des Empfängers!

Unter strenger Beobachtung und souveräner Leitung des fast auf Lebzeiten gewählten Jass-Papstes Urs Holzer wurden in bewährter Manier fast alle erdenklichen Ausführungsvarianten gespielt. Gelaufen ist es nicht immer wunschgemäss, was aus einigen Kommentaren unschwer zu hören war: „So schlächt han i no gar nie gspiut“, behauptete der eine, ohne, dass dies aber seriös hätte überprüft werden können. Oder „e settige Habakuk“, betitelte ein anderer den Differenzler, jenes Schlussbouquet, das wie so oft auch dieses Jahr die Rangliste im letzten Moment noch durcheinander wirbelte.

Tolle Stimmung mit 33 zufriedenen Turnkameraden. So könnte der gelungene Nachmittag kurz zusammengefasst werden. Und stand da zuletzt nicht  noch eine weitere Flasche Wein auf der Theke bereit? Oh ja, die hat sich Urs Holzer für das „Management“ redlich verdient, was Präsident Walter Messerli mit der Übergabe und schönen Dankesworten unterstrich.

Mit etlichen Diskussionen über „gute oder schlechte Karten“, dem Werweisen, wo genau wohl der „Hund“ bei der kurzfristigen Notebook-Panne begraben gewesen sein könnte und dem mittlerweile ebenso traditionellen Pizzaessen ging ein weiteres schönes Beisammensein unter Turnkameraden zu Ende.

Rangliste

1. Mauerhofer Fritz 113,5 Pkt.
2. Stucki Ueli 109,5 Pkt.
3. Gräub Rolf 109,0 Pkt

Gesamtrangliste

121. Eidgenössische Turnveteranentagung in Brugg-Windisch

-Werner Schmidiger- Wenn sich im Herbst rund 700 Eidgenössische Turnveteraninnen und –Veteranen treffen, so steht jeweils die Hauptveranstaltung, die Veteranentagung, an. Brugg-Windisch war heuer am 16. Oktober auch für 34 Kameraden aus unserer Gruppe Zielort der rüstigen „Alt-Turnerschar“. Der Zentralvorstand (ZV) unter der Leitung von Präsident Urs Tanner (Gossau) zog die statutarischen Geschäfte zügig durch. Bei der Information über die Beschlüsse der Delegiertenversammlung (27.8.16/Olten) war für uns eine Änderung von Bedeutung. Bezüglich die regionale Gruppenpräsidenten-Zusammenkunft werden die Gruppen Aarau, Baden-Brugg, Freiamt und Fricktal auf deren Wunsch von der Region Ost zur Region Mitte (also auch zu uns) transferiert. Im weiteren wurde darauf hingewiesen, dass sich bei der Mitgliederwerbung (aktuell 5200 Mitglieder, eher rückläufig) „Einheitsrezepte“ nicht bewähren, weil die regionalen und lokalen Bedürfnisse zu unterschiedlich seien. Besonderes Lob heimste unser Mitglied Alfred Marti (Rosshäusern) von Präsident Tanner ein, als dieser bekanntgab: „Unser Finanzchef hat sein Ressort im Griff“. Gemeint war damit die ausgeglichene Jahresrechnung 2015 und Budgetgenauigkeit.

Würdigung/Ehrung/Insignien

Die einfühlsame Würdigung verstorbener Turnkameraden, die traditionelle Insignienübergabe (Delsberg/Brugg) und die Ehrungen der ältesten „Semester“ und neuen Goldabzeichenträger  unterstrichen einmal mehr, weshalb die Tagung als jährlicher Höhepunkt bezeichnet wird. Aus unserer Gruppe durften die 80 jährigen Bernhard Lehmann (Bern/BTV) und Moritz Zbinden (Zollikofen) für ihre jahrelange Mitgliedschaft und die regelmässige Teilnahme an den Tagungen das goldene Treueabzeichen entgegen nehmen. Dass Roger Rufi (Zollikofen/92 jährig) und Walter Grau (Bern/90jährig) auf der Bühne in der ersten Reihe Platz nehmen durften, waren Zeichen dafür, dass sie unter den 700 Anwesenden zu jenen 23 geehrten Veteranen gehörten, die das neunzigste Altersjahr hinter sich haben. Turnen erhält eben doch jung!  

Anreise am Vortag lohnte sich!

Die rund 380 Veteranen, und damit auch die 14 aus unserer Gruppe, hatten es nicht zu bereuen, bereits am Vortag nach Brugg gereist zu sein. Bei einer Führung durch die Depots der Stiftung Bahnpark Region Brugg wurde eindrücklich aufgezeigt, wie wichtig deren Gründung im Jahr 2006 war. Dank der Initiative zahlreicher ehemaliger Lokomotivführer und Dampfbahnfans wurden Infrastrukturen und Dampflok-Kompositionen mit viel freiwilliger Arbeit und Herzblut zu neuem Leben erweckt. So durften wir die „Heimat alter Bijous“ ganz nah erleben. Die Art und Weise, wie sich der Führer ausdrückte liess rasch auf einen ausgewiesenen Fachmann schliessen. Er war einer! Wir hatten es mit einem pensionierten Lokführer zu tun, der auf fast jedem dieser historischen Prachtstücke noch selber mitfuhr und somit wusste von was er sprach.


Unterhaltung auf sehr hohem Niveau wurde dann am Abend geboten. Sehr gut „eingebettet“ in ein schmackhaftes Dreigang-Menü überraschten die Organisatoren mit choreografisch und ausführungsmässig hochstehenden turnerischen Darbietungen verschiedener Aargauer Vereine (Gymnastik mit Handgeräten, Aerobic, Tanz, Rhönrad und witzig-humorvolle Barreneinlage). Unter grossem Applaus wurde der schöne Unterhaltungsabend mit einem „Tambouren- Feuerwerk“ des Vereins Oberentfelden-Muhen abgeschlossen.

ETVV Halbtagesausflug nach Worb (18.8.2016)

Dällebach Kari’s Lehrstelle

Quizfrage: Wie viele der 44 Eidgenössischen Turnveteranen Bern Mittelland mit Angehörigen und Freunden hatten vor dem diesjährigen Halbtagesausflug Kenntnis von all den interessanten Détails zum Dorf Worb und zur Herstellung von Bier? Kaum viele, und deshalb wussten die kompetenten Führungen durch dieses Dorf von Turnkamerad Paul Saner und vom Ehepaar Egger in der Brauerei sehr zu gefallen.

-Werner Schmidiger- Worb ist wohl wegen des „Blauen Bähnli“ und dem weltberühmten Sketch „Dr schnällscht Wäg nach Worb“ mit dem Schauspieler und Radioreporter Ernst Mischler allseits bekannt. Dass es aber in diesem 6144-Seelen-Dorf noch eine ganze Menge anderer Sehenswürdigkeiten gibt, hat uns bei unserem Halbjahresausflug Turnkamerad Paul Saner eindrücklich vor Augen geführt. Oder hat jemand gewusst, dass das altehrwürdige Berner Coiffeur-Idol Dällebach Kari seine Lehre in Worb gemacht hatte? Wir wissen jetzt, wo der Salon war. Oder kannte jemand die richtige Antwort auf Paul’s Frage, was denn die 7 in der Luft hängenden „Schüsseln“ vor dem neuen Bärensaal bedeuten? Scheinbar herrschen noch heute unterschiedliche Meinungen darüber, ob das jetzige Sternbild „Grosser Bär“ besser zum Vorplatz des modernen Gemeindesaals passe, als das geschnitzte Symbol des alten Bären in Worb.    

Älteste Badi weit und breit

Beim Standort des Hotel-Restaurant Sternen hatten wir Gelegenheit, uns vorzustellen, wie denn dieses Wirtshaus 1838 wohl ausgesehen hatte, und (frei) abgeleitet aus dem damaligen Namen darf der Schluss gezogen worden, dass hier manch einer seine Wirtshaustour jeweils abschloss…..ansonsten wohl kaum der sinnige Name „Wirtshus zum letschte Batze“ entstanden wäre. Dass es 1934 in Worb eine der ältesten Badi weitherum gab, hatte sich bis in die Stadt Bern herumgesprochen. Die Bewohner der Hauptstadt kannten nämlich damals nur das sogenannte Lorraine-Bad und zogen, vermutlich bei deutlich weniger Strassen- und/oder Bahnverkehr als heute, oft rund zehn Kilometer nach Osten, um sich abzukühlen. Bald werden die markanten Profile am grossen Parkplatz beim Sportzentrum Hofmatt durch 3 Gebäuden, 60 Wohnungen und dem „Aldi“ ersetzt. Bis 2018 soll hier die Alterssiedlung „Dreiklang“ entstehen. Dadurch gehen aber viele Parkmöglichkeiten verloren, was nicht überall zu gefallen mag. Worb hat seit 2013 und noch bis 2018 zahlreiche Knacknüsse mit Verkehrssanierungen zu knacken, damit Staus reduziert und das teilweise unzufriedene Gewerbe besänftigt werden können.
 

Bahnerschliessung – vorerst nicht willkommen

Als 1860 die ersten Bahnen in der Schweiz aufkamen, lehnte die Bevölkerung von Worb einen Bahnanschluss ab. Landschaftsschutz und finanzielle Gründe seien damals ins Feld geführt worden. Oder war es vielleicht die Angst vor möglichen, durch die Bahn verursachte Bränden, was zu dieser Zeit vielenorts Bedenken auslöste.
Die Einweihung des SBB-Bahnhofs, 1,6 km weg vom Dorfzentrum, konnte dann aber vier Jahre später mit der Erstellung der Linie Bern-Gümligen-Langnau nicht vermieden werden. 1898 dampfte die erste Bahn von Bern via Muri-Gümligen direkt ins Dorf und 1910 ist die Bahn von der VBW elektrifiziert und stetig modernisiert worden, bis zum legendären Worb-Bähnli. 1913 wurde die Linie W (Worbletal) eröffnet. 100 Jahre später, 2013, konnte „100 Jahre VBW/RBS“ gefeiert werden, und heute kann die Bevölkerung von Worb auf einen ausgezeichneten Taktfahrplan stolz sein.

Viele Bijous!

Vorbei an zahlreichen weiteren Sehenswürdigkeiten wie der „Alten Moschti“, bei der übrigens unser  Worber Turnkamerad Bernhard Lehmann 14 Jahre seiner beruflichen Laufbahn verbrachte, näherten wir uns dem zweiten Teil des Ausflugs. Bevor aber die durstigen Seelen erstmals ein Bier konsumieren konnten, wies uns Paul Saner noch auf altes und neues Worber-Gewerbe hin, hielt mit Erklärungen und Fotos bei wunderschönen, zum Teil aus dem 13. Jahrhundert (Hotel Löwen) stammenden Häusern inne und zeigte uns die schöne Kirche mit dem Erinnerungskreuz gefallener Soldaten von der Bourbaki-Armee aus dem Deutsch-Französischen Krieb 1870/71. Eindrücklich auch die 1983/84 im Chor der Kirche entdeckten und ausgegrabenen Grabplatten. 13 davon wurden restauriert, darunter auch jene von Christoph von Graffenried , dem Gründer von New Bern in north carolina. Die Platten zieren heute die Rückseite der Kirche.

„No sächs Wuche!“

Ob es eine der letzten Führungen von Max und Marianne Egger bei der Brauerei A. Egger AG gewesen ist, weiss ich nicht. Die beiden haben es sich aber nicht nehmen lassen, uns als Führungskräfte der 5. Generation fachkundig und witzig durch den heutigen Betrieb zu führen. “Nume no 6 Wuche“, antwortete Max Egger auf die Frage, wie lange er die Firma denn noch führen werde. Tatsächlich steht mit Marcel und Michael schon die 6. Generation in den „Startlöchern“ und damit wird die seit 1863 bestehende Familientradition bestehen bleiben. Hopfen und Malz ist also in der Brauerei Egger nicht verloren! Obschon jeder Mann zu wissen glaubt, aus was und wie Bier hergestellt wird, kam eventuell bei einigen von uns zum Vorschein, diese „Kunst“ doch nicht in allen Facetten gekannt zu haben. Dass reines Wasser aus eigener Quelle, sorgfältig ausgewählter Hopfen und erstklassiges Malz immer noch die einzigen Rohstoffe für die Herstellung sind, war als „Allgemeinwissen“ vermutlich bekannt. Und wie viele Millionen Liter pro Jahr gebraut und in Flaschen oder Fässern abgefüllt zu den Konsumenten gelangen, wird wohl jede Brauerei im Internet bekannt machen. Vermutlich können aber nur sehr viele wichtige Détails bei der Herstellung die hohen Qualitätsansprüche erfüllen. Und so haben wir doch eine ganze Menge interessante Neuigkeiten erfahren.
Worb war in jeder Beziehung eine Reise wert! Allen Beteiligten sei herzlich gedankt.

Tagesausflug ins Baselbiet

Musigdösli, Chriesiböim u Drüländersicht

54 Eidgenössische Turnveteranen mit Angehörigen und Freunden liessen sich am 28. April 2016 von einem vielseitigen Ausflugsprogramm begeistern. Seewen (Museum für Musikautomaten), Kirschbaum-Landschaften im Oberbaselbiet und der Sendeturm St. Chrischona sorgten für schöne Erinnerungen an den von Hans von Gunten perfekt organisierten Anlass.

-Werner Schmidiger- „I bi scho lang nümme über e Houeschtei gfahre“, habe ich im voll besetzten Hirsbrunner-Car ab und zu gehört, als sich die grosse Schar gut gelaunter Eidgenössischer Turnveteranen auf den Weg zu ihrem diesjährigen Tagesausflug machten. Gut gefüllt war nicht nur das Transportmittel, ausgefüllt war auch der Tag, an dem sich die Gruppe Bern-Mittelland zur Erforschung der im Programm versprochenen Sehenswürdigkeiten aufmachte. Und dies gleich vorweg. Hans von Gunten, der Organisator des Tagesausfluges ins Baselbiet, verstand es (einmal mehr), aus dem 12-Stunden-Tag das Optimum herauszuholen. Alle waren des Lobes voll ob dem Gebotenen!


Bei der Anfahrt nach Seewen, via Balsthal, Hauenstein und Waldenburg, bekam die Gruppe auch die einzige europäische Bahn im Personenverkehr mit Spurweite 75 Zentimeter, das auf einen Einsatz wartende „Waldenburgerli“, zu Gesicht. Und vielleicht erinnerte sich dabei sogar der eine oder andere Veteran an das Eidgenössische Turnfest 2002, bei welchem dieses romantische Bähnchen sage und schreibe 75‘000 Besucher von Liestal zum Turnzentrum Bad Bubenberg und zurück brachte.

Das klingende Museum

Beim ersten Programm-Höhepunkt, im Museum für Musikautomaten aus drei Jahrhunderten, verstanden es fachkundige Führerinnen und Führer meisterhaft, die Geschichte faszinierender Musikdosen jeder Grösse, selbstspielender Instrumente und riesigen Orgeln  zu erzählen. Untermalt mit den Klängen von unzähligen „Bijous“ aus früheren Zeiten wurden die technischen Détails zu Walzen, Bändern, Pfeifen, Lamellen, Federn, Schlaginstrumenten usw. erklärt. Im prunkvollen „salon bleu“ fühlte man sich fast in die Blütezeit der Musikdosenherstellung (1880 bis 1920) versetzt. Dass sich damals nur die Oberschicht Luxusdosen/-Instrumenten leisten konnte, wurde mit einem Beispiel deutlich. 1500 Franken für eine Dose, die sich wohlhabende Personen leisteten, entsprach um die Jahrhundertwende etwa einem Zweijahreslohn eines Fabrikarbeiters! Im sogenannten Tanzsaal, voll bestückt mit grossen Walzen-Orchestrien, liess sich zwar niemand aus dem Kreis der Veteranen zum  Walzertanzen animieren. Einer brachte aber plötzlich seine Freude an einem bekannten Musikstück aus alter Zeit mit einer kurzen Gesangseinlage zum Ausdruck. Krönender Abschluss der rund eineinhalb stündigen Führung bildete der Besuch des KlangKunst-Saals, in welchem rund 2000 aufgenommene Stücke für selbstspielende Instrumente und Orgeln vorhanden sind, fiel vor allem die gigantische Britannic-Orgel  auf. Dieses etwa 5 x 10 Meter grosse Kunstwerk des bekannten Herstellers Welte wurde 1913/1914 für das Schwesterschiff der 1912 gesunkenen „Titanic“ gebaut, eben die „Britannic“.  

Kirschbaumblüten

Dass sich die Natur nicht immer an die Absichten von Reiseorganisatoren hält, zeigten die zahlreichen Kirschbäume im Baselbiet. Wer Ausschau hielt nach dem blühenden Weiss musste nämlich feststellen, dass die Kirschbäume in Sachen Blütenstand nicht überall auf die Gruppe aus dem Berner Mittelland warten mochten. Schön war es aber trotzdem! Umso mehr Hans von Gunten auch kulinarisch mit einem feinen Mittagessen im Restaurant „Waldrain“ den letzten Teil der Reise einleitete. Nur ein paar Schritte davon trohnt nämlich ein imposantes Bauwerk mit 23‘000 Tonnen Gesamtgewicht, erbaut in den früheren 1980er-Jahren.

Auf Sendung für uns alle

Dass täglich Menschen und Unternehmen in der Schweiz mit Millionen von Bildern, Worten, Tönen und Signalen zuverlässig versorgt werden, garantiert Swisscom Broadcast mit ihren rund 240 Mitarbeitenden und über 500 Sendestationen. Eine wichtige davon ist der 250 Meter hohe Turm von St. Chrischona in der Gemeinde Bettingen (Kanton BS), der zum Abschluss der Reise besucht worden ist. Im einleitenden Film waren viele Zahlen und Fakten zu vernehmen und an Tafeln im Gebäude erklärte die Führerin in sympathischem „Baselbieter-Diitsch“ die Entstehungsgeschichte der zwei Vorläufer des heutigen Sendeturms (1954, 1963). Apparate und Geräte im Gebäude zeigen auch die Entwicklung von Radio- und Fernsehübermittlung mit Unikaten aus der Vergangenheit bis zu heutigen und kommenden Übertragungstechniken. Dass nicht alles „alte“ verschwunden ist, stellte der älteste mitreisende Turnveteran fest: „Die bruche sogar no die Wärchzügchischtli wo mier i üsere Firma vor 40 Jahre härgschtellt hei“, meinte Roger Rufi mit berechtigtem Stolz.                                    Zum „Dessert“ brachten zwei Lifte die interessierte Turnerschar auf die 137 Meter hohe Aussichtsplattform. Trotz etwas Wolken konnten rundherum viele bekannte Land- und Ortschaften oder markante Gebäude in den drei Ländern CH, F und D bewundert werden.

 
Den Äusserungen auf der Heimfahrt zufolge werden viele tolle Momente des diesjährigen Tagesausfluges in Erinnerung bleiben. Das ist schön und spornt Organisatoren und Teilnehmende zu weiteren Leckerbissen an. Herzlichen Dank an alle, die dabei waren, vor allem aber an Hans von Gunten, der zum Schluss seiner Vorstandstätigkeit hervorragende „Spuren“ hinterlassen hat!

120. Hauptversammlung der ETVV Gruppe Bern Mittelland

-Hans von Gunten- Es ist bereits üblich, dass sich schon am Nachmittag die ersten spielfreudigen Veteranen in einem Säli vom Hotel Kreuz zu einem gemütlichen Jass treffen. Unser bewährter Jass-Animator Urs Holzer konnte 14 Mitglieder um 14.30 Uhr zu den darauffolgenden Spielrunden willkommen heissen.  
Um 17.15 Uhr war es soweit, die überwiegende Mehrzahl der angemeldeten Veteranen fand sich zum bereits traditionellen Begrüssungs-Apéro im Versammlungssaal ein und auch das  anschliessende Nachtessen gab genügend Gelegenheit, die angeregten Gespräche unter den Veteranen weiter zu führen.
Nach dem Nachtessen eröffnete Walter Messerli pünktlich die Hauptversammlung.
Neben der grossen Veteranenschar konnte Walter zudem folgende Gäste begrüssen:

  • Alfred Marti, Mitglied vom ZV-ETVV als Finanzchef/Verantwortlicher für Sponsoring
  • Daniel Röthlisberger, Präsident TBM und Dominik Schütz, Vorstand TBM
  • Richard Hübscher, Präsident der Mittel. Turn-Veteranengruppe (TBM) und Kurt Gimmel, Vizepräsident der Mittel. Turn-Veteranengruppe (TBM)
  • Brigitte Stöckli und Hans Rüedi als Vertreter des BTV-Veteranenbundes
  • Max Sterchi, Wahlen 2016-2018
  • Rolf Gräub, Rechnungsrevisoren


Entschuldigt hat sich der Turnverband Bern Oberaargau-Emmental.
Auch Hans Scheidegger als Rechnungsrevisor und Ruedi Strüby vom Vorstand mussten sich entschuldigen.
Das letzte Protokoll der HV 2015 (noch verfasst von Urs Holzer) und der farbige Jahresbericht von Walter Messerli wurden mit Applaus angenommen.
In einem würdigen Rahmen wurde durch unser Etatführer Werner Schmidiger den verstorbenen Kameraden gedacht.

Folgende drei Kameraden sind nicht mehr unter uns:

  • Paul Haller vom TV Ursenbach
  • Gottfried Künzi vom TV Länggasse
  • Fritz Gurtner vom TV Riggisberg


Zwei Neumittglieder wurden in Abwesenheit in unserer Gruppe willkommen geheissen.

Dies sind:    Daniel Marti von der MR Wohlen und Kurt Dürig vom TV Hindelbank

Leider hatten wir auch sechs Austritte zu verzeichnen.
Der Bestand der Gruppe hat sich entsprechend um sieben Mitglieder auf 179 Mitglieder vermindert.
Als Tagungsälteste konnten mit Roger Rufi im hohen Alter von 92 Jahren, sowie Walter Grau mit 90 Jahren, mit einer Flasche Ehrenwein geehrt werden.     
    
Dass die Gruppe im Jahre 2015 einen Einnahmenüberschuss von Fr. 18‘434.00 verbuchen konnte, ist auf die abschliessende Buchung des Gewinns der ETVV Tagung vom Jahre 2014 in Thun zurückzuführen.
Für das neue Jahr geht man von einem Ausgabenüberschuss von Fr. 3280.00 aus.
Der Jahresbeitrag wird trotzdem unverändert auf Fr. 15.00 bleiben
 
Nach 12 Jahren Tätigkeit im Vorstand, wovon 10 Jahre als Etatführer und 2 Jahre als Webverantwortlicher, hat Hans von Gunten seine Demission bekannt gegeben, da er vor
1 Jahr ins Baselbiet gezogen ist. Die grosse, wertvolle Arbeit, welche Hans für die Gruppe geleistet hat, wurde von Walter Messerli besonders hervorgehoben und mit entsprechenden Dankesworten gewürdigt. Mit grossem Applaus bedankte sich auch die Versammlung für sein Wirken.
Ein weiterer Rücktritt musste zudem von unserem langjährigen Rechnungsrevisor Hans Scheidegger in dessen Abwesenheit bekannt gegeben werden. Hans hat 11 Jahre lang als sehr pflichtbewusster Revisor unsere Finanzen stets genau geprüft. Auch Hans Scheidegger wurde entsprechend mit grossem Applaus von der Versammlung für seine wertvollen Dienste gedankt.
Hinsichtlich einer sukzessiven Erneuerung des Vorstandes wurden bereits im letzten Jahr zwei neue Mitglieder in den Vorstand gewählt, wodurch nun für Hans von Gunten keine Ersatzwahl nötig war. Als neuer Rechnungsrevisor hat sich Hans Peter Burkhardt von Langenthal zur Verfügung gestellt.
Die Wahl des Vorstandes und der Rechnungsrevisoren wurde von Max Sterchi in seiner gewohnt witzigen, souveränen Art durchgeführt.

Der neue Vorstand setzt sich nun folgendermassen zusammen:

Präsidium: Walter Messerli
Vizepräsidium / Etat: Werner Schmidiger
Finanzen: Rudolf Zaugg
Sekretariat (Versände): Andreas Lehmann
Protokoll: Rudolf Strüby
Rechnungsrevisoren: Rolf Gräub und neu Hans Peter Burkhardt


Auch für dieses Jahr konnte der Vorstand ein interessantes und vielseitiges Tätigkeitsprogramm vorstellen.

Zu erwähnen gilt die Europameisterschaft im Kunstturnen, welche vom 25. Mai - 05. Juni 2016 in Bern stattfinden wird. Dieser Grossanlass wurde von OK Präsident Heinz Müller der Versammlung mit 2 Filmen und interessanten Details präsentiert.
Unter dem Traktandum Anträge sorgte ein Antrag von Walter Sägesser für diverse Wortmeldungen. Der Antrag, welcher eine Statutenänderung betreffend Abgabe des silbernen ETVV-Abzeichens forderte, wurde auf die nächste HV 2017 gesetzt, da er zu spät, (erst vor Beginn der HV) und unvorbereitet eingereicht wurde.     
Alfred Marti informierte die Versammlung noch über verschiedene, vorgesehene Neuerungen durch den ZV-ETVV.
Nach den abschliessenden Worten von Walter Messerli, würdigte die Versammlung mit grossem Applaus die äusserst souverän geführte ETVV-Hauptversammlung.
Ein gemütlicher Schlummerbecher im Bärehöfli, bildete schliesslich einen harmonischen Abschluss der diesjährigen Jahresversammlung.

12. Plausch-Jassturnier im Restaurant Tiefenau

-Hans von Gunten-

Am 11. November 2015 herrschte bereits vor 14 Uhr reger Betrieb im IT-Stübli vom Gasthof Tiefenau in Worblaufen, waren doch 37 Veteranen gekommen, um bei gemütlichem Beisammensein einen vergnüglichen Jass-Nachmittag zu erleben.

Wie immer sehr gut vorbereitet, konnte Urs Holzer um 14 Uhr die nötigen Informationen betreffend Ablauf sowie Regeln für das diesjährige Jassturnier kundtun.

10 Jassrunden zu 4 Spielen standen bevor, die Sitzverteilung war durch Los bestimmt und so wurde es innert kurzer Zeit sehr ruhig im Raum, war doch grosse Konzentration der Jasser abverlangt.

Etwa hier oder dort ein Gemunkel betreffend Spielglück oder –pech, doch sonst allgemeine Ruhe

beim angeregten Spiel.

Nach jeder Jassrunde galt es vorerst die neue Sitzverteilung auszulosen, wofür Rüedu Zaugg als kompetenter Säckelmeister zuständig war. Walter Messerli ersetzte die ausgefüllten Resultatblätter auf den Tischen durch neue Blätter, worauf Werner Schmidiger umgehend mit dem Resultateintrag der eingesammelten Daten auf den Computer begann. So hatte unser Spielleiter Urs Holzer schliesslich noch die neue Spielart der folgenden Runde bekannt zu geben und schon war der Neurundenstart wieder eröffnet.

Doch was ist ein Chef, wenn er die Arbeit seiner Untergebenen nicht überwacht ? Urs tat dies in souveräner Weise, wodurch die Hilfscrew entsprechend auf fehlerfreies Wirken bedacht war.

Kamen Unsicherheiten betreffend Auslegung der Spielregeln auf, konnte Urs diese kompetent klären.

Die abwechslungsreichen Spielvariationen machten diesen Nachmittag so spannend, dass man sich gar nicht bewusst war, wie schnell die Zeit verfloss.

So hiess es plötzlich; bei der letzten Jassrunde wird der Differenzler gespielt.

Noch einmal höchste Konzentration und dann war auch dieses Jassturnier Geschichte. Rasch wurden die letzten Resultate durch Werner Schmidiger erfasst und innert kurzer Zeit stand die Rangliste zur Verkündung bereit.

Mit einem Rekordverdächtigen Vorsprung von sagenhaften 17,5 Punkten auf den Zweitplatzierten, gewann Otto Räber mit 127 Punkten das diesjährige Jassturnier. Dafür konnte Otto grossen Applaus ernten.

Der beiliegenden Rangliste sind alle weiteren Ergebnisse zu entnehmen.

Im Anschluss dislozierte die überwiegende Mehrheit der Anwesenden nun ins Restaurant um beim gemütlichen Pizzaschmaus diesem geselligen Nachmittag die Krone aufzusetzen.

Den glänzenden Augen und vergnüglichen Gesichtern war beim Abschied unverkennbar zu entnehmen, dass beim nächsten Jassturnier vom 9. November 2016, wohl wieder mit Ihnen zu rechnen ist.

Rangliste

1. Räber Otto
2. Gimmel Kurt
3. Pircher Viktor

die gesamte Rangliste

120. Eidgenössische Veteranentagung in Delsberg

-Hans von Gunten- Am 4 Oktober 2015 fanden 41 Veteranen der Gruppe Bern Mittelland den Weg nach Delsberg, wo die diesjährige Veteranentagung stattfand. Trotz dem die diesjährige Tagung auf einen Tag reduziert war, reiste doch wieder eine stattliche Anzahl von 720 Turnveteranen aus der ganzen Schweiz in die Metropole vom Kanton Jura.
Pünktlich um 10.15 Uhr wurde mit der Nationalhymne gefolgt vom Lied „Le vieux chalet“ die Tagung eröffnet. Der neue ZO-Obmann Urs Tanner (Nachfolger von Walter Messerli) durfte die treue Veteranenschar wie auch viele Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Verbänden begrüssen. Nach der Berichterstattung und der wie immer eindrücklichen Totenehrung, wurden 5 langjährigen Kameraden aus unseren Reihen für ihre Treue und die regelmässige Präsenz an den Tagungen geehrt.
Die goldene Ehrennadel erhielten:
Heinz Baumgartner (Worblaufen),
Heinrich Dubach (Bern),
Adolf Mühlethaler (Thörigen)
Walter Straub (Belp).
Zudem konnte auch Roger Rufi (Zollikofen) als 91 jähriger in der vordersten Reihe der Ehrentribüne eine besondere Ehrung erfahren.
Ihnen gratulieren wir an dieser Stelle ganz herzlich.
Der Mitgliederbestand der Turnveteranenvereinigung beträgt zur Zeit etwa 5200 Mitglieder. Anlässlich der Totenehrung, wurden 168 verstorbene Kameraden ein letztes Mal mit Namen aufgerufen. Der grosse kontinuierliche Mitgliederrückgang wurde an regionalen Treffen in diesem Jahr entsprechend thematisiert.
Die Förderung der Jugend im Turnsport, ist gemäss Statuten des ETVV auch eine wichtige Aufgabe. Es ist sehr erfreulich, dass seit 2002 die stattliche Summe von mehr als 130‘000 Franken für diesen Zweck ausgeschüttet werden konnte.
Da es im letzten Jahr im ZO zu grossen Veränderungen kam, standen in diesem Jahr keine Wahlen auf dem Programm. Nach wie vor ist unser Mitglied Alfred Marti, für das Ressort Finanzen und Sponsoring Jugendförderung im ZO zuständig.
Bei der eindrücklichen Inszenierung der Insignien-Übergabe vom OK Thun zum OK Delsberg, richtete Urs Holzer als Vertreter des OK Präsidenten sehr prägende Worte an die ganze Versammlung. Es war der krönende Abschluss unserer erfolgreichen Organisation der letztjährigen Veteranentagung in Thun.
Nach Grussbotschaften vom STV und den ETV Veteraninnen und einem, mit Dank verbundenen Schlusswort des ZO-Obmannes Urs Tanner, wurde die Tagung mit dem Turnerlied und grossem Applaus beendet.
Beim zweiten, gemütlichen Teil mit Apéro und einem feinen 4-Gangmenue, kam die   Geselligkeit zum Zuge. Schwer beladen mit 3 Jubiläumsbücher der FIG als Geschenk, traten die Veteranen ab 15 Uhr schliesslich die Heimreise an.
An dieser Stelle gratulieren wir den Organisatoren von Delémont für die einwandfreie Durchführung der 120. Eidgenössischen Veteranentagung.


Besichtigung der Feuerwehr Bern

-Hans von Gunten- Am 13. August, einem ausgesprochen heissen Tag, stand für uns Veteranen eine interessante Veranstaltung bevor. Der diesjährige ½ Tagesausflug zog einmal mehr durch seine grosse Attraktivität viele interessierte Veteranen mit Angehörigen an. Die Wartenden vor dem Feuerwehrgebäude suchten den Schatten und als es dann soweit war, in das klimatisierte Gebäude einzutreten, war dies eine Wohltat. Mit treffenden Grussworten an die grosse Veteranenfamilie (56 Anwesende), eröffnete unser Präsident Walter Messerli im Schulungssaal die Besichtigung des neuen Feuerwehr-Stützpunktes von Bern Forsthaus.
Mit einer Power-Point Präsentation führte uns Herr Christoph Scholl die ganze Struktur der Berner Feuerwehr mit ihrem grossen Aufgabenbereich vor Augen. Eine anschliessende Diashow komplettierte eindrücklich all die Einsatzgebiete.
Nach diesen allgemeinen Informationen wurden 3 Gruppen gebildet. Unter der jeweiligen Führung der Herren Hans Ritter, Toni Hubschmid und Christoph Scholl starteten wir zur Besichtigungstour.
Die Einsätze der Berufs-Feuerwehr von heute hat mit dem Namen Feuerwehr nicht mehr viel gemeinsam. Während einst die Brandbekämpfung über 90% der Hilfeleistungen ausmachte, ist die Situation heute gerade umgekehrt. Die Kernkompetenz der Berufsfeuerwehr Bern setzt sich heute aus Schutz und Rettung von Mensch und Tier, der Schadenbekämpfung und –Vorbeugung sowie der Ereignisbewältigung bei Bränden, Explosionen, Elementarereignissen, Unfällen, Notlagen, Katastrophen und anderen gefährlichen Ereignissen zusammen.
Brände, Rettungen, ABC-Wehr, Brandschutz- und Sicherheitsdienst, Elementarereignisse und diverse Dienstleistungen machen heute ca. die Hälfte der insgesamt jährlich 2‘500 Einsätze aus. Die andere Hälfte setzt sich aus Einsätzen im Zusammenhang mit Insekten und automatischen Brandalarmen ohne Brand zusammen.
Um der vielfältigen Palette aller Einsätze gerecht zu werden, bildet die Berufsfeuerwehr Bern ein Kompetenzzentrum mit über 100 Mitarbeitenden, davon 80 Feuerwehrmänner im 24-Stunden-Schichtbetrieb, zahllosen Spezialfahrzeugen und –geräten und einer umfassenden Infrastruktur.
Hinter der Kaserne befindet sich ein 80 m hoher Übungsturm, welcher auch von der Polizei rege für Einsatzübungen in der Höhe verwendet wird. Früher dienten Türme bei Feuerwehr-Stützpunkten dazu, die Schläuche zum Trocknen aufzuhängen. Das ist heute nicht mehr nötig, denn ein spezielles Gerät reinigt und trocknet die Schläuche und rollt sie für den nächsten Einsatz auf. Über der Fahrzeughalle sind Schlafräume mit jeweils vier Betten und Aufenthaltsräume.
Jährlich werden 5 neue Feuerwehrleute rekrutiert, vorzugsweise mit handwerklicher Ausbildung. Letztes Jahr bewarben sich 130 Personen für 5 Stellen. Feuerwehr ist heute ein Traumberuf ! Die ausgewählten Berufsleute können dadurch in diversen Werkstätten, welche im Gebäude untergebracht sind, dringende Reparaturen selbst ausführen.
Die straffe Organisation, welche es benötigt, um eine hohe Bereitschaft in allen Bereichen zu gewährleisten, ist äusserst beeindruckend.
Die zweistündige Besichtigung war sehr interessant und spannend. Sie lieferte uns viele Hintergrundinformationen und führte auch zu manchen Aha-Erlebnissen.

Ein herzliches Dankeschön geht an Walter Messerli für die Organisation dieses interessanten Anlasses.

Tagesausflug an den Genfersee

-Hans von Gunten- Es scheint fast, als hätten wir einen Vertrag mit dem Wettergott, konnte doch einmal mehr eine stattliche Gruppe von 49 Reiselustigen bei strahlendem Sonnenschein am frühen Morgen auf der Schützenmatte dem wartenden Hirsbrunner-Car zusteigen. Das Tagesprogramm versprach einen interessanten und abwechslungsreichen Tag in der Westschweiz.

Entsprechend gut gelaunt erreichten wir nach einer Fahrt von ca. 1,5 Stunden Ouchy, wo an schönster Lage das Olympische Museum liegt. Nach einem gemächlichen Aufstieg über die breiten Treppen zum Museum, hiess es einzutreten und einzutauchen in die Welt des olympischen Geistes.

In geführten Gruppen wurde uns mit Bildern und Symbolen vor Augen geführt, dass Olympia sehr viel mehr als nur ein sportlicher Wettkampf ist: Es ist eine Lebensphilosophie, deren Wurzeln bis in die Urzeiten zurückreichen.

Sport, Kunst und Kultur sind die traditionellen Säulen von Olympia, wie offizielle Dokumentationen bestätigen. Diese drei Ausdrucksformen des Menschen sind hier eindrücklich vereint dargestellt.

Das 1993 hier in Ouchy neu eröffnete Museum, erzählt mit seiner permanenten Ausstellung von den grossen Ambitionen des Barons de Coubertin, der die Spiele der Neuzeit ausgerufen hatte.

Auf drei Etagen wird mittels über 1000 Ausstellungsobjekten und mehr als 100 interaktiven Bildschirmen von den Ursprüngen zu den Vorstellungen der Olympioniken, bis hin zum Herz der Wettkämpfe, alles sehr eindrücklich dargestellt. Die erste Etage widmet sich der Welt der Olympiade. Der zweiten Etage gehören die olympischen Spielen, das Herz der Wettkämpfe mit ihren Emotionen und schliesslich ist auf der dritten Etage der olympische Geist thematisiert, wo soziologische Vorstellungen, Wettbewerb, Leistung und Transparenz durchleuchtet werden. Das Museum ist sehr lebendig gestaltet. Dank Computer und Robotertechnik kann man dort grosse Ereignisse des Sports noch einmal erleben.

Nach einem grossen Dankeschön an die beiden sehr kompetenten Museumsführer/in, führte uns eine kurze Fahrt ins Winzerdorf Cully im Lavaux.

Das Hotel Restaurant AU MAJOR DAVEL liegt direkt am See und hier wartete bereits auf der vorgelagerten Wiese ein aus der Gruppenkasse gespendetes Apéro auf uns.

Es herrschte richtige Ferienstimmung.

Doch bald wurde zum Mittagessen in der grossen Veranda gerufen. Und was isst man normalerweise am See?     Natürlich Fisch !

Also beinhaltete unser Menu ein feines Felchenfilet.

Ein kurzer Verdauungsspaziergang nach dem Essen ans Ende des Dorfes, war dann genau das Richtige.

Wie könnte es anders sein, der bereits vorklimatisierte, startbereite Car für die Weiterfahrt wartete hier. Die sonnige Fahrt führte uns weiter durch die Waadtländer- Weingebiete des Lavaux hoch über dem Genfersee, dann die Weingebiete des Chablais bis nach Aigle. Die Bergfahrt auf den Col des Mosses mit seinen blühenden Alpwiesen war ein besonders eindrückliches Erlebnis.   

Hier gab es nochmals einen Rasthalt, um auf der Terrasse vom rustikalen Restaurant LE CHAUSSY noch einmal den aufgekommene Durst zu stillen und die warme Sonne zu geniessen.

Unser guter und umsichtiger Chauffeur Bruno Hirsbrunner, führte uns mit seiner sehr angenehmen Fahrweise schliesslich über L‘Etivaz, Richtung Gruyère und Bulle, wo dann auf direktem Wege über die Autobahn unser Ausgangsort Bern anvisiert wurde.

Mit Applaus wurde noch während der Fahrt dem Vorstand für die reibungslose und gute Organisation gedankt. Einmal mehr fand ein schöner Tag unter lieben Kameraden sein Ende.

119. Hauptversammlung der ETVV Gruppe Bern Mittelland

Bereits um 14.30 h trafen sich am Mittwoch den 11. März die spielfreudigen Veteranen im Hotel Kreuz um bei gemütlichem Zusammensein bis um 17h dem Jass zu frönen.
Unser bereits allseits beliebtes Apéro wurde 17.15h eröffnet, indem unser Präsident Walter Messerli alle anwesenden Veteranen begrüsste.

Anschliessend konnte Werner Schmidiger die anwesenden Neumitglieder herzlichen willkommen heissen und ihnen bei dieser Gelegenheit das silberne Veteranenabzeichen überreichen.

Nach einem gemeinsamen Nachtessen eröffnete Walter Messerli pünktlich um 19.30h die 119. Hauptversammlung. Neben der ganzen Veteranenschar konnte Walter folgende Gäste durfte begrüssen:

  • Alfred Marti, Mitglied vom ZV-ETVV als Finanzchef/Verantwortlicher für Sponsoring
  • Andreas Urwyler Präsident Turnverband BE-O/E und Stefan Tritscher Finanzchef Turnverband BE-O/E
  • Daniel Röthlisberger Präsident TBM und Dominik Schütz Webportal TBM
  • Richard Hübscher Präsident der Mittel. Turn-Veteranengruppe (TBM)
  • Doris Hunn und Hans Rüedi als Vertreter des BTV-Veteranenbundes
  • Rolf Gräub und Hans Scheidegger, Rechnungsrevisoren

    
Protokoll der letzten HV 2014 und Jahresbericht 2014 wurden einstimmig angenommen.
In einem würdigen Rahmen wurde durch unser Etatführer Werner Schmidiger den verstorbenen Kameraden gedacht.
Folgende vier Kameraden sind nicht mehr unter uns:

  • Ernst Reist vom BTV Bern
  • Rudolf Althaus vom TV Lotzwil
  • Werner Stäussi vom TV Münchenbuchsee
  • Fritz Gehri vom TV Lorraine-Breitenrain


    
Acht Neumittglieder wurden in unserer Gruppe willkommen geheissen.

  • Walter Schmid vom TV Wohlen
  • Michael Hunziker vom STV Langenthal
  • Peter Hofstetter der MR Ruegsauschachen
  • Werner Joss vom TV Zäziwil
  • Markus Wüthrich vom MTV Herzogenbuchsee
  • Werner Bill vom Gym Center Emme
  • Andreas Lehmann vom BTV Bern
  • Bruno Hügli vom BTV Bern


Leider hatten wir auch sechs Austritte zu verzeichnen.
Der Bestand der Gruppe hat sich um zwei Mitglieder auf 186 Mitglieder vermindert.
Als Tagungsältester konnte Roger Rufi im hohen Alter von 91 Jahren, mit einer Flasche Ehrenwein geehrt werden.
Auch Moser John und Ueli Trösch wurde als Begleiter von Peyer Willy an die ETVV Tagung in Thun mit einer Süssigkeit gedankt.

Beim Rückblick auf die äusserst erfolgreiche 119. ETVV-Tagung 2014 in Thun, welche unsere Gruppe organisierte, wurde durch Walter Messerli noch einmal eindrücklich hervorgehoben, wie erfolgreich das Top-OK aus unserem Kreise gearbeitet hat.
Neben der Superorganisation mit durchwegs sehr positiven Rückmeldungen aus den verschiedenen ETVV-Kreisen, war ein Reingewinn von mehr als Fr. 23'000.- zu verbuchen.  
Mit Thun wurde bereits zum 11. Mal eine ETVV-Tagung von unserer Gruppe organisiert.
Max Sterchi als OK-Vizepräsident, hat im Anschluss an den Rückblick die Auflösung des OK Thun 2014 in seiner witzigen Art vorgenommen.
Mit einem Präsent und den besten Dankesworten wurden alle OK-Mitglieder verabschiedet.
Die Jahresrechnung unserer Gruppe stellte uns Ruedi Zaugg in überzeugender Manier vor und die beiden Revisoren Rolf Gräub und Hans Scheidegger konnten der Versammlung entsprechend die Genehmigung beantragen. Im Budget 2015 kann nun das gute Ergebnis von Thun mit einem schönen Betrag positiv verändert werden.
Nach 19 Jahren Tätigkeit im Vorstand als Sekretär und Vizepräsident, hat Urs Holzer seine Demission bekannt gegeben. Seine grosse, wertvolle und äusserst zuverlässige Arbeit in all den Jahren, hat Walter Messerli entsprechend gewürdigt und verdankt.
Der lang anhaltende Applaus im Anschluss an die Abschiedsrede von Urs Holzer, bekundete die grosse Anerkennung für sein langes, selbstloses Wirken im Sinne der ETVV und der ganzen Turnerei.
Hinsichtlich einer sukzessiven Erneuerung des Vorstandes wie auch als Ersatz von Urs Holzer, wurden neu Ruedi Strüby und Andreas Lehmann einstimmig in den Vorstand gewählt.
Der neue Vorstand setzt sich nun folgendermassen zusammen:

Präsidium: Walter Messerli
Vizepräsidium / Etat: Werner Schmidiger
Finanzen: Rudolf Zaugg
Sekretariat: Andreas Lehmann
Protokoll: Rudolf Strüby
Homepage: Hans von Gunten
     
Der Vorstand hat seine ursprüngliche Absicht, eine eigene Homepage zu erarbeiten um 3 – 4 Jahre zurückgesetzt. Bei einer internen Bedürfnis-Umfrage bei den Mitgliedern, haben sich 73% der eingegangenen Stimmen negativ dazu geäussert.
Das Tätigkeitsprogramm ist auch dieses Jahr wieder sehr attraktiv gestaltet worden.
(Siehe Tätigkeitsprogramm)
Schliesslich gab es wieder verschiedene Informationen aus dem ZO-ETVV.
Anträge lagen keine vor und im Verschiedenen, berichtete uns Dominik Schütz über den Stand der Arbeiten betreffend Realisierung der neuen TBM-Homepage.
Ein gemütlicher Schlummerbecher im Bärehöfli bildete einen harmonischen Abschluss der diesjährigen ETVV-Hauptversammlung.