Bärner Goldyswanderung 2022

Bärner Goldys Mittelland

Etwas feuchte Wanderung im Sensebezirk Freiburg

Erstes Staunen auf der Rolltreppe zum Berner Bahnhof hinab: ein Meer von weissen Köpfen! So viele Goldys? Und Männer auch dabei? Doch dann glitt der Blick der Schreiberin weiter und erblickte beruhigt das kleine Grüppchen und die bekannten Gesichter. Die Mega-Seniorengruppe war inzwischen abgereist und als auch noch die letzte Teilnehmerin zu uns gestossen war, bestiegen wir zu acht den Zug nach Freiburg, nahmen dort das Postauto bis Zumholz, kurz vor Plaffeien, und sogleich erledigten wir Punkt 1 des Programms: Kaffee und Gipfeli

Erster steiler Anstieg: die Treppen zum obligaten Kaffeehalt auf der Terrasse des Restaurants Laterne

Eigenartige Wirkung des Kaffees auf unsre Fotografin Kathrin: wo hat sie nur diese Figuren angetroffen?

Frisch „gedopt“ ging es frohgemut weiter aufwärts dem Ziel Buechechäppeli, einem besonderen Kraftort, entgegen. Hatten die Wetterpropheten Regen für den späteren Nachmittag angesagt, so kamen Gewitter und Nässe dann doch überraschend früh am Vormittag. Was aber der Wanderfreude keinen Abbruch tat, denn alle (fast) waren für jede Unwägbarkeit ausgerüstet und so konnten wir in einem leerstehenden Autounterstand den nötigen Tenüwechsel vornehmen. Wie staunten die Kühe auf dem regennassen Feld über die bunten plastikvermummten Gestalten, die da vorbeizogen!

Vermummt, unter Schirmen und die Augen eher nach unten gerichtet (vorher waren die Kühe unterwegs…) konnte bei dieser Dusche niemand von uns die Schönheit der Umgebung bewundern.

Aber das Nichtaufgeben beim Regenguss hat sich gelohnt. Exakt bei der Ankunft an der Kapelle konnten sich alle wieder der nassen Pelerinen und Überkleider entledigen und gemütlich das Z’Mittag aus dem Rucksack einnehmen.  Wohl waren die vielen freistehenden Bänke nass und es tropfte von den Bäumen, aber jede fand einen trockenen Platz, Margrit gar den einzigen Logenplatz mit Aussicht auf die Kolleginnen.

Kein Gespenst, das Weisse, (nur eine zum Antrocknen aufgehängte Pelerine)

Die Buchenkapelle (im lokalen Sensler Dialekt Buechechäppeli) ist wohl das bekannteste Gebäude der Gemeinde. Sie steht idyllisch auf einer schönen Lichtung im Buchenwald und wurde urkundlich erstmals im Jahre 1586 erwähnt. Sie ist dem Heiligen Antonius geweiht.

Und natürlich ist dies ein romantischer, stiller Ort, der zur Besinnung einlädt, sich aber gewiss auch zu Hochzeiten oder anderen schönen festlichen Begegnungen bestens eignet.

 

Beim Abstieg durch den Wald hiess es sich etwas konzentrieren. Aber schon war es trocken und man spürte schon die Wärme der wiederauftauchenden Sonne.

 

Leider war die versprochene Aussicht bis weit zum Jura noch wolkenverhangen. Doch die Weite der Landschaft und das viele Grün tat den Augen wohl, dazu leuchtete das Rot der vom Regen noch feuchten Hagebutten an den Hecken, hochgewachsene Sonnenblumen schauten auf uns herab und gewaltige Nussbäume liessen schon die ersten Früchte fallen. Auch die massenhaft am Weg liegenden Eicheln liessen spontan Erinnerungen aufkommen an weit zurückliegende Sammelzeiten und die ersten verdienten Räppli.

 

 

 

 

Bei einem Bauernhof war das exakt nachgebaute Modell des Buechechäppeli (etwa 2m hoch) zu bestaunen.

 

In Rechthalten nahm uns dann das Postauto wieder auf und es blieb genug Zeit in Freiburg den originellen Tingueli-Brunnen zu bestaunen und sich im „Gemelli“ genussvoll den Eisköstlichkeiten zu widmen

 

Margrit, Kathrin und Rosmarie haben uns, bestens vorbereitet, durch eine den meisten unbekannte bäuerliche Landschaft geführt. Wir haben den Tag sehr genossen und ganz sicher hat jede von uns doch etwas von diesem Kraftort mit in den Alltag heimgebracht. Ein herzliches DANKE!

Gretel

 

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